Darum ist die Zeiterfassung als Start-up so wichtig

Ein Start-up zu gründen, ist ein Traum vieler junger Unternehmer. Ist dieser Schritt getan, geht es schnell darum, das Unternehmen zielstrebig nach vorne zu bringen. Neben neuen Innovationen sieht sich ein Jungunternehmer aber auch mit den Standards der Arbeitswelt konfrontiert. Hierzu gehört auch die Zeiterfassung.

Was meint das Erfassen von Zeit?

Spricht man bei einem Unternehmen von „Zeiterfassung„, geht es in aller Regel um das Dokumentieren der Arbeitszeiten von den Mitarbeitern. Das ist wichtig, damit die Vorschriften und Gesetze eingehalten werden können, die es in fast jedem Land gibt.
Wie die Zeiten letztendlich dokumentiert werden, bleibt jedem Unternehmen selbst überlassen. In vielen Unternehmen ist das Ein- und Ausstempeln üblich. Andere erfassen die Zeiten manuell per Computer, die Traditionalisten können zudem auch Stift und Papier zur Hand nehmen.

Arbeitet eine Person pro Tag mehr als vom Gesetzgeber vorgeschrieben, ist das jedoch noch kein Vergehen, welches ernste Folge hat. Denn Überstunden gehören zum Arbeiten genauso dazu wie Sonderurlaub. Arbeitet man als Arbeitnehmer zu viel, muss das mit Freistunden vom Arbeitgeber ausgeglichen werden. Auch hierfür gibt es in aller Regel ein Zeitlimit. Damit dieser Prozess reibungslos vonstattengeht, muss die Zeiterfassung erfolgen. Diese macht das Unternehmen überprüfbar. Konsequenzen gibt es erst bei wiederholten Verstößen und dem Ausbeuten der Mitarbeiter.

Doch nicht nur die Arbeitszeiten, sondern auch die Freizeiten werden durch die Zeiterfassung geregelt. So muss auch zwischen den Schichten eine Mindestanzahl von Freizeitstunden liegen. Kein Homeoffice, keine Bereitschaft. Auch die Arbeitstage werden überprüft. Je nach Land, ist das Arbeiten an Feier- oder Sonntagen untersagt. Hier gibt es natürlich Ausnahmeregelungen, wie etwa für Ärzte oder Gastronomen.

Deswegen sollte ein Start-up damit anfangen

Diese traditionell gepflegten Regeln und Normen könnten vielleicht als neues, modernes und wildes Start-up etwas abschreckend wirken. Man will ja schließlich neue und eigene Standards setzen. Allerdings ist dieses System altbewährt und funktioniert für jeden.

Will man als Start-up überleben und sich im Markt etablieren, muss man sich diesem anpassen. Respektiert und befolgt man alte und bewährte Regeln, bleibt das nicht unbemerkt. Arbeitnehmer und potenzielle Arbeitnehmer von der Konkurrenz, wie auch Kunden und die überprüfenden Behörden werden durch eine geregelte Zeiterfassung sehen, dass man als Start-up seine Mitarbeiter fair behandelt. Man baut sich also von Tag eins an einen guten Ruf auf. Ein guter Ruf ist rein subjektiv, jedoch ist genau der emotionale und subjektive Aspekt der, der bei vielen Käufen und Entscheidungen den Ausschlag gibt.

Etablierte Unternehmen sehen zudem, dass man bereits in den unternehmerischen Kinderschuhen professionell arbeitet. Das führt dazu, dass diese mehr Vertrauen in einen haben, was zu besonders guten Partnerschaften und Deals führen könnte. Hinzukommt, dass man Schichtpläne und die Mitarbeiterzahl gut im Blick hat. Stimmen die Regeln mit den Zielen nicht überein, sollte sich ein Start-up weitere Unterstützung im Team suchen.

Eine Win-win-Situation

Die Zeiterfassung eines Unternehmens ist somit für ein Start-up sehr wichtig, um sich selbst auf dem Markt zu etablieren, doch ist das Unternehmen nicht die einzige Partei, die von diesem Konzept profitiert. Denn natürlich ziehen auch die Arbeitnehmer Vorteile aus der Zeiterfassung ihrer Arbeitszeiten. Diese wurde ja schließlich auch zu deren Schutz eingeführt. Nachweisbare Arbeitszeiten lassen einen etwas in der Hand haben, wenn ein Arbeitgeber übermotiviert an seine Ziele herangeht.
Für den Gesetzgeber wiederum ist die Überprüfbarkeit der Daten hilfreich, um die eigenen Gesetzte durchzusetzen.