Barista Royal

Barista Royal – The Social Coffee Roasters

Die faire Entlohnung von Kaffeebauern ist heute zwar noch lange nicht so weit verbreitet wie wir es uns wünschen, aber zumindest schon deutlich häufiger anzutreffen als noch vor 10 oder 20 Jahren. Zumeist endet die soziale Verantwortung der Kaffeemarken jedoch am Verladehafen oder spätestens an der Landesgrenze. Barista Royal möchte das ändern. Wie? Durch die aktive Einbindung von Menschen mit Handicap in den Kaffeeproduktionsprozess.

Qualität benötigt Zeit

Dass die Kaffeeproduktion hierdurch länger dauert und mehr kostet als bei anderen Premiumröstern (von Industriekaffee ganz zu schweigen), nehmen wir gerne in Kauf. Denn was wir nach der Proberöstung mit anderen Röstern festgestellt haben ist, dass nur die unendliche Hingabe der Menschen in den Lebenshilfewerkstätten genau zu der Qualität führt, nach der wir streben. Dass ein Körperteil oder die geistige Fähigkeit als „Behinderung“ eingestuft ist, interessiert im Moment der gemeinschaftlichen Kaffeeröstung niemanden – und genau das bedeutet für uns Inklusion in seiner Reinform: Jeder macht seine Sache so gut wie möglich und wo es hapert hilft man seinem Nächsten.

Das besondere Aroma

Unsere Kaffeeröster verfügen trotz Handicap über individuell ausgeprägte, besondere Fähigkeiten. Das zeigt sich in jedem der Arbeitsschritte und von der Handselektion bis zur Röstung wird sehr viel Zeit und Detailarbeit aufgebracht. Es gibt nur wenige Menschen – egal in welchen Berufen – die so detailversessen an einer Sache arbeiten. Dass hier höchste Qualität erzeugt wird ist das logische Resultat. Doch es ist nicht nur die Perfektion des Kaffeegeschmacks. Es geht auch darum, die Menschen das Gefühl spüren zu lassen eine wertvolle Aufgabe inne zu haben  – und wir sagen bewusst nicht „das Gefühl zu geben“. Jeder unserer Rösterinnen und Röster ist stolz auf die Tätigkeit und das geschaffene Produkt. Bei all der Arbeit wird übrigens auch viel gelacht und letztlich ist es doch genau das, was wir auch mit einem guten Kaffee verbinden möchten: Freude und Genuss – und wenn man damit noch eine gute Sache unterstützt, umso besser!

Das Team hinter Barista Royal

Das Barista Royal Team besteht aus Chris Weil und Michael Halbritter. Beide sind leidenschaftliche Kaffeetrinker.

Michael, Genießer und ausgebildeter Sensoriker, hatte schon lange die Idee des perfekten Kaffees: Mit Aromen von Schokolade und Nüssen, einer feinen Würze und ohne aufdringliche Säure und Bitterkeit – so soll er schmecken. Als er die Passion nach ersten Proberöstungen eines Tages mit Chris diskutierte und zufällig auch die Probleme der Schwester zu Sprache kamen war beiden klar: „Wir verbinden unsere Passion für Kaffee mit der aktiven Einbindung von Menschen mit Handicap. Wir beweisen, dass Social Entrepreneurship nicht nur auf Folien von Uni-Professoren existiert, sondern auch funktioniert.“ Dass sie sich dafür den hart umkämpften Kaffeemarkt ausgesucht haben, ist vielleicht Wahnsinn, so die Gründer: „Sicherlich haben wir nicht die Finanzkraft eines Milliardenkonzerns. Dafür besitzen wir aber etwas, das mit keinem Geld der Welt bezahlbar ist: Das Lächeln unserer Kaffeeröster in den Einrichtungen der Lebenshilfe, und wie wir finden: Ausgezeichnete Kaffees und Espressi.“