Wie wird IT-Karriere programmiert?

Software-Experten & ihr ganz anderes „Karriere-Gen“

Bestimmen Talent und Know-how über Erfolg, Karriere und Aufstiegschancen? Oder zählen eher die große Klappe oder die besten Connections? Und wie sieht es mit „Karriere“ im besonderen Mikrokosmos der IT-Welt aus?

Viele gut ausgebildete und erfahrene IT-Spezialisten besitzen häufig nicht oder nur wenig ausgeprägt die typischen Persönlichkeitsmerkmale, die wir heute umgangssprachlich mit Karrieretypen assoziieren. Zumeist wollen sie sich gar nicht bis in die vorderste Reihe boxen. Denn: Wie soll man sich denn auch gut verkaufen, wenn kaum jemand versteht, wovon man überhaupt redet?

Die Welt der IT unterscheidet zwei Menschentypen: die, die Bescheid wissen und die große Menge der vollkommen Ahnungslosen. Zur zweiten Gruppe zählen hier oftmals auch der Personalverantwortlichen, denen IT-Spezialisten im Bewerbungsgespräch gegenüber sitzen.

Karriere: für IT-Spezialisten kein Anreiz an sich

Bei Software-Experten ist der Begriff „Karriere“ häufig sogar negativ belegt, denn damit werden in den meisten Fällen langweilige Managementaufgaben und Personalverantwortung verbunden. Grundsätzlich sind diese Bereiche und die entsprechend notwendigen Kompetenzen respektabel – gar keine Frage! Trotzdem halten sie Software-Experten genau von dem ab, was sie gern machen: tolle Software erstellen. „Karriere machen“ und in der Hierarchie aufzusteigen wird unter ITlern daher als weit weniger attraktiv angesehen als in anderen Bereichen. Nicht wenige Spezialisten fliehen sogar, wenn ihnen die Beförderung in eine Managementrolle „angedroht“ wird. Denn nach ihrem Verständnis bedeutet Aufstieg mehr technische Verantwortung und Einflussnahme – und nicht weniger, was ja in jeder Managementrolle automatisch der Fall wäre.

Wie sieht ein Aufstieg in der Programmierer-Karriere aus?

Ganz einfach: IT-Spezialisten sollte neben einem klassischen hierarchischen auch ein fachlicher Aufstieg ermöglicht werden, der keine faktische Teamleitung vorsieht, sondern mehr Verantwortung für technische Entscheidungen beinhaltet. So berücksichtigen Unternehmen wesentlich logischer die natürliche Denk- und Arbeitsweise ihrer IT-Profis. Die Software-Experten haben so eine Chance, sich gezielt fachlich weiter zu entwicklen: Software-Entwickler werden dann z.B. zu Software-Architekten und können sich ohne Personalverantwortung bis zum Chief-Software-Architect (CSA) entwickeln, also CTOs ohne Personal-, dafür aber mit voller technischer Verantwortung für die Software-Systeme ihrer Unternehmen.
Denn es gilt: Stillstand ist der Tod! Wie in jedem anderen Beruf zeigen Weiterentwicklungsmöglichkeiten auch für Programmiererinnen und Programmierer Perspektiven auf, die dem Ist-Zustand erst eine klare Linie geben.

Ohne Entwicklung wird jeder noch so tolle Job irgendwann stumpf, langfristig kann sogar die Qualität der Arbeit darunter leiden. Spezielle Angebote, die auf die fachliche Ausrichtung und die persönlichen Kompetenzen der Mitarbeiter ausgerichtet sind, zeigen letztlich nicht nur die Wertschätzung ihrer Expertise, sondern sichern dem Unternehmen auch zukünftig die Loyalität ihrer Mitarbeiter. Schon allein deshalb sollten Karriereschritte für Einzelne durch das Management gefördert werden. IT-Karriere ist kein Widerspruch in sich.

Karriere und IT – auch das passt zusammen

Die Geschäftsführung sollte sich also nicht auf dem andersartigem Karriere-Ohr für ihre IT-Abteilung taub stellen, sondern einzeln absprechen, wer mittelfristig eine fachliche Weiterentwicklung oder eine Führungsebene anstrebt. Auf einer gut gesteckten Roadmap zur fachlichen Weiterentwicklung werden im besten Fall Techniken zur Verbesserung von Soft skills wie Kommunikation, Fremd- und Selbstmanagement auf dem Weg mitgenommen. Diese Fähigkeiten bleiben notwendig für jede Führungsrolle, ob mit oder ohne Personalverantwortung.

Fazit: Unternehmen sollten berücksichtigen, dass gerade IT-Spezialisten ein gemischtes Verhältnis zu dem Begriff „Karriere“ haben. Wenn es gelingt, statt des als klassische Einbahnstraße durch die Hierarchieebenen wahrgenommenen Wegs auch eine flexible Führungsstruktur anzubieten, werden Aufstiegsmöglichkeiten nicht als Rückschlag oder Bedrohung verstanden. Das ist dann ein Gewinn für das ganze Team.

Über 4Scotty

Die 4Scotty GmbH ist ein Karriereportal für alle Berufe rund um die Informationstechnologie mit Sitz in Berlin. IT-Spezialisten registrieren sich unter Angabe der eigenen Expertise, dem anvisierten Betätigungsfeld sowie der eigenen Gehaltsvorstellung und werden von Unternehmen umworben. 4Scotty versteht sich als persönlicher und dauerhafter Ansprechpartner für die nächsten beruflichen Schritte der IT- Spezialisten.
Bei 4Scotty profitieren Unternehmen von einem einfachen und transparenten Zugang zu IT-Experten, da sie so schnell und zielgerichtet offene Stellen neu besetzen können. 4Scotty wurde 2014 von Frank Geßner und Matthias Schleuthner gegründet.

Frank Geßner

Frank Geßner leitet seit über 20 Jahren IT-Teams, ist Software-Experte und Internet- Unternehmer (Mitgründer und CTO Intershop AG, CIO Delivery Hero). Um das Recruiting von IT-Spezialisten deutlich zu vereinfachen, gründete Frank Geßner im Jahr 2014 zusammen Matthias Schleuthner 4Scotty.

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