Wie werde ich Unternehmer?

Diese Frage stößt derzeit auf einen Trend. In den Sozialen Medien finden wir viele Coach-Anbieter, die uns davon überzeugen wollen, dass jeder Unternehmer werden kann. Mit Ideen, die nur wenig Startkapital benötigen, werden Menschen angezogen. Begriffe wie „Startups und das große Geld“ reizen immer mehr Menschen dazu, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. In Zeiten der Sozialen Medien erscheint das einfacher als je zuvor. Berater präsentieren ihre Kurse gegen geringe Gebühren, mit denen ein Geschäft von der Pike auf erlernt werden kann. Ganz ohne Business- und Marketingplan. So wird es versprochen. Als Nachweis für den eigenen Erfolg werden krude Zahlenbeispiele geliefert, ein Beweis dafür fehlt aber in der Regel.

Das reale Leben sieht meist jedoch ganz anders aus. Unternehmer zu werden oder die eigene Firma zu gründen, hat auch etwas mit Verantwortung zu tun. Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, übernimmt eine große Verantwortung für sich und auch für den Partner. Selbst, wenn es sich nur um eine selbstständige Nebentätigkeit handeln sollte. Rechtsverstöße passieren heute kinderleicht. Schützen kann sich keiner davor. Aber vor den Folgen. Wissen, Vorbereitung und ein guter Businessplan sind entsprechende Voraussetzungen. Wie man ein Unternehmer wird, lernt man nicht aus einem Onlinekurs. Es erfordert eigene Initiative und viel Zeit und Arbeit. Disziplin ist dabei ein wichtiger Punkt. Erfolgreich zu werden ist nicht das Problem. Aber auf Dauer erfolgreich zu bleiben und von dem Geschäft leben zu können, schon eher.

Unternehmer werden – Zeit investieren

Erfolgreiche Unternehmer arbeiten 10 Stunden oder länger am Tag. Vor dem Beginn steht der Businessplan, der darüber Aufschlüsse gibt, welche Zielgruppen bestehen, wie sich Umsätze, Gewinne und Investitionen verteilen und überhaupt die Frage, ob sich das Geschäft auch lohnt.

Erfahrung ist unerlässlich. Wer in einem fremden Bereich erfolgreich sein will, muss sich zuvor informieren, am besten in dem Bereich selbst arbeiten, um am Ende wirklich als Unternehmer erfolgreich werden zu können.

Die meisten Gründer verzichten aber genau darauf und laufen am Ende in die eigene Falle. Das Business geht den Bach herunter. 80% aller Startups scheitern innerhalb von 3 Jahren. Am Ende wurde mehr Geld ausgegeben, als eingenommen. Die ehemaligen Gründer stehen vor einem Schuldenberg.

Ohne Planung kein Unternehmen

Diese Weisheit ist auch im Internetzeitalter nach wie vor aktuell. Wer eine Idee hat, muss sich auf den Hosenboden setzen. Lernen und Planen stehen nun im Vordergrund. Danach kann die Idee nach und nach verwirklicht werden. So entsteht aus einer Idee ein Unternehmen. So wird ein Erfinder zu einem Unternehmer.

Hilfreich sind dabei auch die Beratungsangebote von Unternehmensberatern (Auf die Qualifikation achten!) und anderen Anbietern. Für diese Gründungsberatung kann ein staatlicher Zuschuss beantragt werden.

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