Was Tampons mit Erdbeeren zu tun haben…
Wir – Annemarie und Bettina – arbeiten seit vielen Jahren in der Nachhaltigkeitsbranche – was soviel heißt wie: Wir beraten und vernetzen Unternehmen, damit diese nachhaltiger werden. Dabei hatten wir schon mit den unterschiedlichsten Unternehmen aus diversen Branchen und mit einer dementsprechend großen nachhaltigen Produktvielfalt zu tun. Nur ein Bereich war dabei völlig ausgeklammert…
Nachhaltigkeit und Umweltschutz begleiten uns schon fast unser ganzes Leben lang. Bereits während unserer Studien war uns klar, dass wir später beruflich einer sinnstiftenden Tätigkeit nachgehen wollten. Das bloße Geld verdienen war hier für uns zu wenig. Vor sechs Jahren kreuzten sich schließlich – zufälligerweise sowohl beruflich als auch privat – unsere Wege. Die Chemie stimmte und wir tauschten uns viel über unsere beruflichen Zukunftspläne aus.
Von Bio-Äpfeln und Bio-Tampons
Eigentlich mehr zufällig stießen wir auf die Meldung eines Biotampon-Herstellers, der über die Problematik konventioneller Tampons und Binden aufklärte. Dass diese Meldung unser Leben verändern und uns zu Unternehmerinnen machen sollte, hätten wir zum damaligen Zeitpunkt noch nicht gedacht.
Von Bio-Apfel bis Bio-T-Shirt gibt es ja eigentlich schon in fast jedem Bereich eine nachhaltige Alternative. Wer denkt aber schon an die ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen von Frauenhygieneprodukten? Das haben wir uns vor mittlerweile fast vier Jahren das erste Mal gefragt. Nach intensiven Recherchen wurde uns schnell bewusst: Die Auswirkungen konventioneller Tampons und Binden sowohl auf die Umwelt als auch auf die Gesundheit von Frauen sind enorm! Hier einige Fakten dazu:
– Eine Frau verbraucht in ihrem Leben zwischen 10.000 und 17.000 Tampons bzw. Binden und verursacht damit einen riesigen Müllberg aus Zellulose und Plastik, da die meisten konventionellen Produkte aus diesen Materialien bestehen.
– Aufgrund des Kunststoffanteils in vielen herkömmlichen Tampons benötigen diese bis zu 500 Jahre, um zu verrotten.
– „Öko-Test“ hat bei einem Test verschiedener Tamponmarken 2007 herausgefunden, dass von insgesamt 16 Marken 14 mit allergieauslösenden halogenorganischen Verbindungen versetzt sind.
Breaking the bloody taboo
Diese schockierenden Fakten haben uns dazu bewogen, eine neue Generation der Frauenhygiene zu gründen. Eine Generation, die sich der Macht ihrer Konsumentscheidungen bewusst ist und nachhaltige Alternativen bevorzugt. Die erdbeerwoche war geboren! Ganz nebenbei möchten wir auch eines der letzten Tabus unserer Zeit brechen: die Menstruation. So ist auch unser Unternehmensname entstanden: „Erdbeerwoche“ ist ein Synonym für die weibliche Regel – ein sehr positives wie wir finden und genau das wollen wir mit unserer Arbeit erreichen: Frauen sollen ihre Regel nicht mehr als lästiges Übel betrachten, sondern stattdessen die Macht erkennen, die sie als KonsumentInnen von jährlich mehr als 45 Milliarden Monatshygieneprodukten haben.
So haben wir zuerst mit einer Webseite und einer Bewusstseinsplattform begonnen und Frauen online wie offline in sogenannten „Tampontalks“ über die Thematik aufgeklärt. Als wir immer wieder zu hören bekamen: „Ich würde ja sofort auf nachhaltige Alternativen umsteigen. Aber wo bekomme ich die jetzt?“ war für uns klar, dass es nicht ausreicht, Frauen aufzuklären, sondern die Produkte auch einfach verfügbar sein müssen. So entstand unser Onlineshop www.erdbeerwoche-shop.com, mit dem wir nachhaltige Alternativen für jede Frau anbieten wollen – ob Biotampons, Stoffslipeinlagen oder Menstruationskappen.

LUNETTE Menstruationskappe ©erdbeerwoche
Deine Regel – dein Planet!
Ein nachhaltiger Lebensstil wird oft mit Verzicht gleichgesetzt. Das finden wir schade, denn Nachhaltigkeit muss nicht Verzicht bedeuten – ganz im Gegenteil! Nachhaltigkeit kann Konsum und Genuss mit gutem Gewissen bedeuten, wie wir es auch bei der erdbeerwoche versuchen zu vermitteln. Think positive! Dieses Motto versuchen wir auch in unserer täglichen Arbeit zu leben. Auch wenn man es als Gründerin nicht immer leicht hat – der Weg, bis sich erste (finanzielle) erfolge abzeichnen ist oft ein steiniger. Was uns aber motiviert ist das Gefühl nach dem Aufstehen zu haben, dass auch der kommende Tag nicht umsonst sein wird, weil man wieder die Chance hat, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen.
Wir freuen uns, wenn du uns bei unserer Mission unterstützt! Werde unser Fan auf Facebook oder schau mal auf unserer Webseite vorbei: www.erdbeerwoche.com.
Denn es ist deine Regel und dein Planet!

Ehrlich gesagt, habe ich mir über so etwas noch nie Gedanken gemacht – aber es ist super, dass Ihr das tut. Ich werde auf jeden Fall bei euch bestellen – und das nicht nur, weil ich Allergikerin bin. Toll, dass es euch gibt!