Selbstständigkeit im Ausland

Das passende Ziel finden

Dem tristen Alltag entfliehen und dort arbeiten, wo andere Urlaub machen klingt verlockend und treibt Jahr für Jahr Tausende zum Auswandern. Spätestens seit Goodbye Deutschland das Wagnis auf den heimischen Fernsehschirmen thematisiert hat, wurde der vage formulierte Wunsch nach Veränderung mit greifbaren Beispielen präsentiert. In den letzten zehn Jahren haben mehr als 1,5 Millionen Deutsche einen internationalen Tapetenwechsel vollzogen.

Die beliebtesten Destinationen sind die Schweiz, Österreich und die USA. Seit mehr als zehn Jahren ist die Schweiz die unangefochtene erste Wahl der Deutschen. Neben einer soliden Wirtschaftslage ziehen die malerische Landschaft der Alpen und der liebenswerte Akzent die Menschen an. Buchstäblich naheliegend und aufgrund derselben Sprache und Kultur keine große Umstellung ist der andere südliche Nachbar, Österreich. Der amerikanische Traum lockt jährlich mehr als 12.000 deutsche Auswanderer über den großen Teich. Kaum ein Land gilt als so freiheitsliebend wie die Vereinigen Staaten, was sich durch eine hohe Eigenverantwortung widerspiegelt. Insbesondere in Fragen der sozialen Absicherung erfährt man nur rudimentäre Unterstützung. Der Sprung ist im Vergleich wesentlich riskanter, aber hier werden jedoch Leistung und Erfolg grundsätzlich positiver aufgenommen – das Leben mache dadurch mehr Spaß und ist angenehmer. Und auch die Sprachbarriere sollte kein großes Problem darstellen.  Andere Beweggründe für eine Auswanderung sind Aussichten auf ein besseres Wetter. Der ewig lange Winter und unterdurchschnittlich vielen Sonnenstunden sorgen nur bedingt für gute Laune. Deswegen zieht es viele in die Mittelmeerregion um Spanien. Noch immer zentraleuropäisch gelegen jedoch mit milderem Klima – und wer dem Spanischen nicht mächtig ist, zieht eben nach Mallorca.

Arbeit gibt es überall

Mit der vorangeschrittenen Digitalisierung und dem großen Anteil neugegründeter Startu-ps in der Dienstleistungsbranche, ist der Arbeitsplatz nicht mehr an einen Schreibtisch, sondern lediglich an einen High-Speed-Internetanschluss gebunden. Zu den typischen Jobs der sogenannten „Digitalen Nomaden“ zählen grundsätzlich Arbeiten in kreativen und beratenden Bereichen. Doch auch in Bereichen, in denen sich durch spezifische Qualifikationen ein Wettbewerbsvorteil am Arbeitsmarkt verschafft werden kann, wie beispielsweise Ingenieure, medizinisches Fachpersonal oder IT-Spezialisten, wird je nach Region händeringend frisches Personal gesucht. Doch die Selbstständigkeit ist für viele der nächste logische Schritt auf dem Weg der Selbstverwirklichung. Man sollte jedoch erst einen Schritt nach dem anderen machen und sich nicht zu viel vornehmen, denn darunter leidet schlussendlich die Qualität. Falls also noch kein fertig ausformulierter Businessplan in der Schublade liegt, so könnte die Gründung eines Franchise die richtige Entscheidung sein. Ob es nun der Verkauf von Luxusimmobilien oder ein Fondue-Restaurant ist, keine Idee ist ausgefallen genug, um es nicht zu versuchen.

Der Vorteil von Franchising

Meist entsteht ein Franchise aus einem bereits gut laufenden Unternehmen, welches im Zuge einer Expansion in weitere Regionen und Märkte expandieren soll. Franchisenehmer erfahren bereits vor der Startphase umfassende Unterstützung. Vom Know-how, über die Markenbekanntheit bis hin zu einem breiten Netzwerk an Spezialisten aus Marketing oder Beratung hilft der Mutterkonzern – eine klassische Win-Win Situation für alle Beteiligten. Während die Prozesse des operativen Tagesgeschäfts bereits optimiert und auch Potentialanalysen und Businesspläne in enger Kooperation mit der Zentrale erarbeitet werden, benötigt man als Franchisenehmer lediglich ein gewisses Grundkapital, mit dem die Einstiegsgebühr und der Aufbau des Standortes inklusive Lizenzen abgedeckt werden – und natürlich den Mut etwas Neues zu wagen.

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