Grundlagen der Buchführung für Unternehmer

Auch wenn es nicht gerade zu den beliebtesten Themen für viele Gründer von Start-Ups zählt: Die Buchführung ist von essenzieller Bedeutung für jedes Unternehmen. Eine professionelle Buchhaltung ist nicht nur aus steuerlichen Gründen notwendig, sondern kann im besten Fall auch zum Erfolg eines Unternehmens aktiv beitragen.

Grundlegendes zum Thema Buchhaltung

Die Buchführung erfasst sowohl Einnahmen und Ausgaben, die mit der Geschäftstätigkeit in Verbindung stehen als auch Investitionen und Abschreibungen. Somit werden Veränderungen des Unternehmenswertes und auch des Inventars systematisch und chronologisch erfasst, was die Grundlage zur Berechnung des Gewinns ist. Diese Kennzahlen sind für eine spätere Analyse der Unternehmensstrategie- und des Erfolgs sehr hilfreich, da sie genutzt werden können, um beispielsweise die Stückkosten oder den Stückgewinn zu ermitteln. Grundsätzlich sind alle Unternehmen in Deutschland steuerrechtlich dazu verpflichtet, Buch zu führen. Ausgenommen von dieser Verpflichtung sind beispielsweise Freiberufler sowie Einzelunternehmer und die Gesellschaft bürgerlichen Rechts, wenn diese einen Jahresüberschuss von weniger als 60.000 Euro bzw. einen Umsatz von weniger als 600.000 Euro erwirtschaften. Jedoch müssen auch Freiberufler eine sogenannte Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) laut Einkommenssteuer-Durchführungsordnung (EStDV) aufstellen. Ist ein Unternehmen dazu verpflichtet, Daten zur Buchhaltung fristgerecht an das Finanzamt weiterzuleiten, kann dieses die zu zahlenden Steuern selbst schätzen. In vielen Fällen ist dies von Nachteil für das Unternehmen, da die Steuerschätzung zu einer höheren finanziellen Last führt. Unterschieden wird zwischen der einfachen und der doppelten Buchhaltung. Erstere listet alle Geschäftsvorfälle nach verschiedenen Arten sortiert chronologisch auf. Die doppelte Buchhaltung erfasst darüber hinaus die Bewegung von Mitteln, also auf welchem Konto sie stattfand. Auf diese Art und Weise können Unternehmen ihre Buchungen schnell selbst kontrollieren: Der tatsächliche Geldmittelbestand (auf einem Konto oder in der Kasse) muss mit dem in den Buchungen notierten Bestand übereinstimmen.

Die Buchführung kann sich auch an andere externe Adressaten wenden, beispielsweise an potentielle Investoren und Banken. Diese können basierend auf den Geschäftsvorfällen, die in der Buchhaltung notiert werden, besser einschätzen, ob sie einen Kredit vergeben bzw. eine Investition tätigen möchten: So kann daraus abgelesen werden, wie viele liquide Mittel dem Unternehmen zu Verfügung stehen, wie hoch die Umsätze sind und welche Verbindlichkeiten und Forderungen noch offen sind. Ein Unternehmen mit ordentlicher Buchführung und guten Kennzahlen signalisiert so, dass es kreditwürdig ist bzw. kann sich eher über eine Zuführung von liquiden Mitteln in Form von Investitionen freuen. 

Erfolgreich Buch führen

Eine professionelle Buchführung beginnt schon vor der Gründung eines Unternehmens: Wer seine Belege zu Kosten in Zusammenhang mit einer selbstständigen Tätigkeit sammelt, kann diese nach der Gründung des Unternehmens als Betriebsausgaben geltend machen. Der zu versteuernde Gewinn im ersten Geschäftsjahr wird dadurch reduziert. Natürlich kann auch ein Steuerberater engagiert werden, der sich um die Buchhaltung eines Unternehmens kümmert. Doch zusätzlich ist es sinnvoll, sich mit den Grundlagen der Buchhaltung auseinanderzusetzen: So behalten sie nicht nur den Überblick über ihr Unternehmen und alle ihre Geschäftsvorfälle, was strategische Vorteile mit sich bringt, sondern erkennen auch, wo steuerliches Einsparpotenzial besteht. Sinnvoll kann auch die Nutzung einer speziellen Buchhaltungssoftware sein. Diese erspart den Unternehmen viel Zeit und Arbeit, da sie Aufgaben übernimmt, die sonst mühevoll von Hand erledigt werden müssten. Die Buchhaltungssoftware Candis erkennt, sortiert Belege automatisch und kann diese der jeweiligen Periode zuordnen. Sie hilft darüber hinaus bei der korrekten Erstellung von Rechnungen, was insbesondere junge Unternehmen viel Zeit kostet, die sie lieber in andere Geschäftstätigkeiten investieren würden.

Fazit

Korrekte Buchhaltung ist nicht nur aufgrund der steuerlichen Gesetzgebung für die meisten Unternehmen vorgeschrieben, sondern bringt einem Unternehmen auch viele Vorteile. So können die während der Buchführung erhobenen Daten genutzt werden, um die Strategie und Produktivität eines Unternehmens zu optimieren, sowie Kreditwürdigkeit zu signalisieren und somit Fremdkapital von externen Personen zu erhalten.

 

 

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