Geschäftskonto für Selbstständige

So gut wie jeder hat ein privates Girokonto. Spätestens beim Beginn einer Ausbildung oder dem Eintritt ins Berufsleben ist es soweit. Die Zeiten, in denen der Lohn oder das Gehalt bar ausbezahlt wurden, sind lange vorbei. Und das aus gutem Grund. Ein Konto für Selbstständige bietet Übersicht und Sicherheit.

Macht es Sinn ein Geschäftskonto zu eröffnen?

Ja, das ist immer sinnvoll, lautet die deutliche Antwort. Auch für eine nebenberufliche Tätigkeit mit wenig Einkommen. Beim Betreiben eines ernsthaften Gewerbes sowieso. Viele Unternehmensformen lassen Ihnen keine Wahl. Hier ist die Eröffnung eines Geschäftskontos Pflicht. Manche Banken weisen in den AGB darauf hin, dass Sie gewerbliche Einkünfte nicht über das private Girokonto abwickeln dürfen.

Übersicht und Kontrolle

Gerade bei gewerblichen Tätigkeiten ist es Gold wert den Überblick zu behalten. Sie sehen alles auf einen Blick und haben Beträge bei Rückfragen schnell parat. Einnahmen wie Ausgaben sind übersichtlich aufgelistet.

Die Buchhaltung

Das Zuordnen von Rechnungen und Zahlungen wird enorm erleichtert. Bei Fragen haben Sie Monate später oft nicht mehr im Gedächtnis wie viele Artikel zu welcher Summe gekauft wurden. Bei Zahlungseingängen sehen Sie auf den ersten Blick, welcher Kunde bereits bezahlt hat. Säumige Zahler lassen sich schnell identifizieren und darauf benachrichtigen. Würde man das mit einem privaten Girokonto vermischen, wäre das ein gutes Stück schwieriger.

Das Finanzamt

Egal ob Sie Ihre Steuererklärung selbst machen, oder vom Steuerberater erstellen lassen. Spätestens jetzt sind Sie froh ein Geschäftskonto zu haben. Jeder, der sich damit beschäftigt hat, wird hier zustimmen. Eine klare Trennung von gewerblichen und privaten Finanzen verhindert Missverständnisse und Erklärungen.

Die Qual der Wahl

Welches Girokonto ist am besten? Das lässt sich schwer beantworten. Hier spielen viele Faktoren eine Rolle und schließlich entscheidet der persönliche Geschmack. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Möglichkeiten. Die Hausbank in der Nähe, die Direktbank und FinTech Banken.

Die Hausbank

Viele haben seit Kindesbeinen eine Bank des Vertrauens. Hier hat man die ersten finanziellen Schritte gemacht und bereits den Inhalt der Spardose gegen Geschenke getauscht. Es ist einfach ein weiteres Girokonto zu eröffnen oder ein Unterkonto des Be-stehenden anzuweisen. Der Berater ist Ihnen vertraut und bei Fragen können Sie auch örtlich vorstellig werden. Nicht selten sind hier die Gebühren höher als bei den anderen Banken.

Die Direktbank

Eine Filiale gibt es bei den Direktbanken nicht mehr. Der Zahlungsverkehr läuft online. Den Berater ersetzt eine allgemeine Hotline oder ein Chatpartner. Das hat den Vorteil, dass die Kostenmodelle attraktiver sind als bei der Hausbank. Geldabheben ist meist bei diversen Partnern möglich.

Die FinTech Bank

Wie bei den Direktbanken passiert hier alles online. Besser gesagt auf dem Smartphone. FinTech Banken sind Startups, die neue Wege gehen. Sie bringen innovative Ideen auf den Markt, die man aus der bisherigen Bankenwelt so noch nicht kennt.

Letztlich müssen Sie für sich entscheiden, wo Sie besser aufgehoben sind. Wünschen Sie mehr Beratung und eine physische Anlaufstelle oder ist Ihnen ein eventuell kostenloses Konto und eine gute Banking-App lieber. Darauf kennen nur Sie die Antwort. Was jedoch klar sein sollte ist, dass Sie als Selbstständiger auf jeden Fall ein Geschäftskonto benötigen.

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