Finanztipps für Existenzgründer: So bleiben Sie flüssig!

Egal ob Sie ein Unternehmen gründen, sich selbstständig machen oder nebenberuflich etwas Eigenes aufbauen wollen – die Frage nach der Finanzierung beschäftigt viele Existenzgründer. Wir zeigen Ihnen bekannte und weniger bekannte Wege auf, wie Sie flüssig bleiben und Ihr Unternehmen finanzieren können.

Bekannte Wege der Unternehmensfinanzierung

Wenn es darum geht, ein Unternehmen von Grund auf aufzubauen, wird in der Regel viel Kapital benötigt. Kapital, das Existenzgründer aus unterschiedlichen Quellen akquirieren können. Den klassischen Finanzierungsmix bilden dabei das Eigenkapital, verschiedenste Kredite sowie staatliche Gründungszuschüsse.

Eigenkapital (Bootstrapping): Unter Bootstrapping versteht man die vollständig eigenfinanzierte Existenzgründung. Wer diesen Weg beschreiten möchte, muss dafür sorgen, dass das operative Geschäft schnellstmöglich anläuft. Der Break-Even muss erreicht werden, bevor die eigenen Mittel ausgeschöpft sind. Der Vorteil dieser Variante ist, dass Unternehmer unabhängig von Geldgebern agieren. Jedoch bleibt nicht viel Zeit Produkte und Leistungen zu optimieren, sondern die Marktreife muss schnell erlangt werden. Die meisten Gründer setzen daher auf eine Mischung zwischen Eigen- und Drittmittelfinanzierung.

Kredit: Reicht das eigene Geld für die Existenzgründung nicht aus, gibt es noch die Möglichkeit den zusätzlichen Kapitalbedarf über einen Kredit bei seiner Bank sicherzustellen. Einige Banken bieten sogar spezielle Gründerkredite. Dennoch sollten junge Unternehmer die Angebote unbedingt miteinander vergleichen. Denn durch hohe Risiken und vergleichsweise niedrige Auszahlungsbeträge scheuen klassische Banken diese Art von Deals oder sichern sich durch zusätzliche Gebühren ab.

Fördermittel: Staatliche, aber auch privatwirtschaftliche Institutionen bieten verschiedenste Fördermittel für junge Gründer. Deshalb sollten sich Selbstständige und Startups umfassend über die verschiedenen Möglichkeiten informieren. Viele Förderungen sind an Fristen und Zeiträume gebunden, weswegen es sinnvoll ist sich bereits vor der Gründung nach entsprechenden Programmen umzusehen.

Neben dem Portal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) können Gründernetzwerke einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Fördermöglichkeiten geben. Meist bieten diese Förderprogramme günstig verzinste Darlehen. Wer Glück hat, findet jedoch auch Zuschüsse und Stipendien, die am Ende gar nicht zurückgezahlt werden müssen.

Schnelle Finanzalternativen für Freelancer, Unternehmer und Startups

Nicht immer benötigen Existenzgründer große Geldbeträge. Meist reicht eine kleine Finanzspritze, um Engpässe zu überbrücken. Bei so geringen Beträgen zucken Banken jedoch nicht einmal den kleinen Finger. In solchen Fällen kommen andere Finanzierungslösungen ins Spiel, um jungen Unternehmern schnell unter die Arme zu greifen.

Factoring: Bei der Rechnungsvorfinanzierung, auch Factoring genannt, machen sich Existenzgründer frei von langen Zahlungszielen. Denn sobald sie eine Rechnung an einen Kunden ausstellen, müssen sie oft Wochen oder gar Monate darauf warten, bis diese beglichen wird. Dadurch gehen Gründer 30, 60 oder 90 Tage in Vorleistung und müssen diese Zeit mit ihrem eigenen Geld überbrücken. Da können Factoring-Anbieter wie Rechnung48 Abhilfe schaffen.

Leasing: Büromöbel, Dienstwagen oder Servertechnik – gerade die Anschaffung neuer und moderner Arbeitsmittel kostet Existenzgründer viel Kapital. Wichtiges Kapital, das anschließend fest gebunden ist und nicht in neue Aufträge investiert werden kann. In diesem Fall kann das Leasen von Arbeitsmitteln eine gute Alternative sein. Mittlerweile gibt es viele Anbieter, die sich darauf spezialisiert haben, mehr als nur Fahrzeuge zu leasen. Warum nicht mal den neuen Drucker mieten statt kaufen?

Crowdfunding: Gerade in den letzten Jahren hat sich Crowdfunding, auch Schwarmfinanzierung genannt, als echte Alternative für Startups und Gründer etabliert. Das funktioniert so, dass nicht ein oder zwei Investoren größere Mengen an Geld geben, sondern dass eine Vielzahl von Personen eine kleine Summe stiften. Für die finanzielle Unterstützung erhalten die meist privaten Geldgeber ein Dankeschön. Dies kann eine einfache Dankeskarte, eine limitierte Edition des fertigen Produktes oder sogar ein Treffen mit den Gründern selbst sein. Je nach Höhe der gegebenen Summe fällt die Belohnung entsprechend groß aus.

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