YouTube schafft 30 Sekunden-Werbung ab!

Vor Kurzem hat Google angekündigt, dass es die nicht-überspringbare Werbung ab 2018 abschaffen möchte.

Wer viel auf der Videoplattform YouTube unterwegs ist, wird sie kennen: die 30 sekündige Werbung ohne „Überspringen“-Button. Diese unbeliebte Werbeform sorgte in der Vergangenheit häufig für verägerte Zuschauer.

Die Folge: Viele Nutzer schauen sich das Video gar nicht mehr an oder benutzen den AdBlocker, der die generelle Auslieferung von Werbung verhindert.

Ab 2018 soll diese Werbeform nun ein Ende haben. Stattdessen möchte sich YouTube auf kürzere Formate konzentrieren.
Ein Schritt in diese Richtung machte die Videoplattform bereits mit der Ankündigung von sogenannten „Bumper-Ads“ im April 2016. Das sind sechs Sekunden kurze Clips, die nicht übersprungen werden können.

Warum dieser Schritt?

Viele Experten gehen davon aus, dass die Abschaffung der 30-Sekunden-Werbung eine Reaktion auf das stetige Wachstum von Facebook-Videos ist. Diese erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit in der Social-Media-Gemeinschaft und somit auch bei den Werbetreibenden. Genauso sieht es auch bei Instagram aus, auch Instagram legt mehr Wert auf Videos und hat erst im vergangenen Jahr die Länge von Videos auf bis zu 60 Sekunden erhöht. Ein weiterer Konkurrent also, der an YouTubes Monopolstellung kratzen möchte.

Die Maßnahmen von YouTube werden zwar zu kürzeren Werbeunterbrechungen führen, aber das bedeutet nicht, dass man nun mit weniger Werbung rechnen kann. Das zeigt zum einen die Promotion von „Bumper Ads“ und zum anderen die weiterführende Auslieferung von 20-Sekunden-Clips, die nicht übersprungen werden können.

Wahrscheinlich ist es also, dass man nun mehrmals von kleineren Werbeinblendungen unterbrochen wird, anstatt sich durch eine halbe Minuten-Werbung durchzuquälen.

Auch wir Erklärhelden stellen bei der Erstellung von Erklärvideos immer wieder fest, dass gerade kurze Werbungen, die die 20 Sekunden-Grenze nicht überschreiten, beim Zuschauer auf YouTube am besten ankommen und die größte Verweildauer verzeichnen. Dementsprechend sollten weder Werbetreibende, noch Zuschauer den 30-Sekunden-Werbungen hinterhertrauern.