Wie Startups ihre SEO-Sichtbarkeit selbst erhöhen

Wie Startups ihre SEO-Sichtbarkeit selbst erhöhen - StartupBrett

Die Sichtbarkeit in Suchmaschinen wird immer relevanter – ganz gleich ob Startup oder Konzern: Eine SEO-Steigerung beginnt in kleinen Steps und steigert sich in progressiven Schritten. Für ein organisches Wachstum gibt es leider kein nachahmfähiges Patentrezept, denn SEO-Reaktionen müssen individuell u. a. in Zahlen (z. B. Metriken) gewertet werden, das macht es für SEO-Einsteiger schwierig. Im folgenden Beitrag möchte ich Euch einige Basics und Tipps zur Steigerung Eures Traffics und eurer SEO-Sichtbarkeit geben. Das spart nicht nur Geld für externe Dienstleister, sondern bringt euch schneller mit eurer Zielgruppe zusammen und schafft einen wunderbaren Lerneffekt für zukünftige Projekte.

Forenmarketing

Foren sind sehr beliebte Kanäle, denn nirgendwo tauschen sich Menschen so öffentlich über ein Thema aus. Die meisten Foren sind komplett ohne Registrierung einsehbar und können über Forensuchmaschinen gefunden werden. Stimmen die Metriken und Themenrelevanz des Forums (z. B. Check mit dem SEO-Tool „OnPage“), kann man sich einen oder mehrere Forennutzer aufbauen und diese langsam gedeihen lassen. Mit gedeihen ist gemeint, dass der Forennutzer durch regelmäßige Beteiligungen an anderen Themen und durch das Beantworten von Fragestellungen anderer User an Vertrauen gewinnt. Mit solchen Usern lässt sich nach einigen Wochen erster Content streuen, z. B. das Einholen öffentlichen Feedbacks zu einem Produkt oder zur Veröffentlichung einer Kauferfahrung. In vielen Foren schreiben User hochqualitative Berichte über ihre Erfahrungen. Solche „Erfahrungsthreads“ haben häufig fünf- bis sechsstellige Zugriffe und genießen das hohe Vertrauen der Forennutzer. Auch über Google sind die Topics und Inhalte dieser Foren zu finden.

Kleiner Tipp: Erstellt man einen Thread (=Themeneröffnung in einem Forum), sollte man seine Keywords bereits in der Überschrift (Topic) des Themas erwähnen; besonders erfolgsversprechend sind Themeneröffnungen mit Fragestellungen, die ein Google-Suchender ebenfalls eingeben würde, z. B. „Erfahrungen mit Produkt X“. Produkt X wäre hier der Name des zu vermarktenden Produktes. Geben Suchende bei Google nun die obige Suchanfrage ein, stoßen sie innerhalb der ersten Suchergebnisse auf die Topics der Foren. Dass das Thema in Foren präsent ist, ist für den Suchenden ein Zeichen der Viralität und weckt ein Grundvertrauen.
Am Anfang ist es eine Höllenarbeit und bedarf sehr viel Fingerspitzengefühl, doch wenn man sich einige (oder mehrere) Forennutzer in unterschiedlichen Foren aufgebaut hat, kann man mit diesen Nutzern Content in kurzer Zeit nahezu massenweise verbreiten.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass sogenanntes Linkbuilding in Foren nur mit gutem Content funktioniert. Forenspam wird nicht gern gesehen und ruft häufig schlechte Reaktionen auf Nutzer und Produkt hervor. Auf bruno-marketing.de/backlinks findet ihr für den Einstieg eine ausführlichere Anleitung. Zudem gilt es auf folgende 5 Merkmale zu achten:

  1. Wie alt sind die letzten Antworten in den Threads? Sind die Antworten in den meisten Threads von heute oder gestern, kann dies auf eine sehr hohe Forenaktivität schließen. Hier ist besonders Vorsicht gefragt, da frisch angemeldete User sofort auffallen und vom Admin genauestens unter Beobachtung stehen.
  2. Der Nutzer ist erst bereit einen Link zu setzen, wenn er mind. 1-2 Wochen angemeldet ist und ca. 20 Beiträge in unterschiedlichen Threads verfasst hat. Die Beiträge sollten keine Ein-Satz-Beiträge sein, sondern vielmehr einem Dialog beiwohnen oder sich mit mehrwerthaltigen Antworten in anderen Threads beteiligen.
  3. Schaut im Off-Topic-Bereich nach den Backlinks anderer User. Wie viele Beiträge haben die Link-setzenden Nutzer durchschnittlich? Oftmals fallen Nutzer mit 5-10 Beiträgen auf, die nach 3 Minuten Registrierung ihren ersten Beitrag mit Backlink setzen. Solche Nutzer und Produkte hinterlassen damit keinen authentischen Eindruck und werden von „echten“ Forennutzern als „Trolle“ bezeichnet.
  4. Checkt eure Nutzer regelmäßig, verpasst keine Mail und Erwähnungen von anderen Forennutzern. Je authentischer ein Forennutzer wirkt, desto häufiger und intensiver kann er von seinen Erfahrungen mit Produkt und Unternehmen berichten. Es gibt Foren, auf denen sich innerhalb von Wochen seitenweise Antworten auf einen Beitrag entwickeln, eine fehlende Reaktion vom Fragesteller wäre schade!
  5. Solltet ihr mit dem Gedanken spielen, mehrere Nutzer in einem Forum aufzubauen, dann denkt bitte unbedingt an die IP-Verschlüsselung. Jeder Foren-Admin sieht, wann sich Nutzer A und Nutzer B eingeloggt haben. Stimmen die IP-Adressen überein, kann euch damit der Spamverdacht nachgewiesen werden. Schlecht fürs Image, meistens wird der Nutzer öffentlich als „verbannt“ markiert, die Beiträge bleiben allerdings bestehen.

Blog Seeding – themenrelevant bloggen

Zu jedem Thema gibt es einen Blog. Finde diesen Blog über Blog-Suchmaschinen. Eine nette Anfrage kann oftmals ausreichen, um einen Gastbeitrag auf fremden Blogs inkl. Verlinkung zu platzieren. Lasst euch vor der Platzierung eine Metrikenübersicht und Infos zur Seitenaktivität, z. B. einen Google Analytics-Auszug schicken. Über http://google-pagerank-ermitteln.comlex.de könnt ihr euch die Page Ranks der Blogs anschauen. Tools wie OnPage helfen zum Verständnis weiterer Metriken und zeigen detaillierte Werte einer Website bzw. eines Blogs. So könnt ihr kontrollieren, ob die Blogs wirklich reichweitenstark sind und sich eine Platzierung lohnt. Mit Similarweb habt ihr sogar die Möglichkeit, euch eine ungefähre Besucherzahl der eingegebenen Website anzeigen zu lassen. Diese Besucherzahl und andere Werte errechnet Similarweb mit Hilfe des Alexa-Wertes, den es sich automatisch zieht.
Blogs können, sofern sie themenrelevant ausgesucht sind, enorm viel Content bringen, denn Blogs sind ein wunderbares Beispiel dafür, dass mit wenig Aufwand hunderttausende Menschen erreicht werden können, wenn man den richtigen Ton trifft.

Satellitenseiten aufbauen

Die Erstellung von Blogs ist mittlerweile ein Kinderspiel. Über den Google-Anbieter Blogger.com oder WordPress können eigene Blogs und Websites innerhalb von Minuten kostenlos erstellt und veröffentlicht werden. Die Domain gibt es direkt kostenlos dazu, allerdings mit dem Zusatz .blogspot oder .wordpress. Wer langfristig herangeht, kann sich hoch rankende Websites aufbauen und so das Ranking der Hauptseite mitbeeinflussen, z. B. durch Verlinkungen, wenn das Ranking in nachfragearmen Zeiten absackt. Vertreibe ich somit Tee in meinem Teeshop, baue ich neben dem Teeshop weitere Blogs und Websites auf, die über Tees und andere Tee-ähnliche Themen schreiben und meinen Teeshop sofort oder zu gegebener Zeit verlinken. Im Laufe der Zeit kommt so ein Netzwerk aus Satellitenseiten zusammen, die ich zur Aufrechterhaltung des Rankings nutzen und später bei Nichtbedarf auf Börsen bzw. Marktplätzen für Websites teuer verkaufen kann. Eine Website mit regelmäßigen 2000 Unique Visitors kann auf Börsen wie http://websiteboerse.de bereits fünfstellige Werte annehmen, je nach Themengebiet und Branche.

Google Business – Präsenz zeigen, wenn jemand das Unternehmen sucht

Suche ich ein bestimmtes Unternehmen, zeigt Google mir in den Suchergebnissen rechts häufig eine Unternehmenszusammenfassung an, bestehend aus Website, Telefonnummer, Fotos, Adresse und vieles mehr. Um sich auf diese Position listen zu lassen, muss man sein Unternehmen lediglich bei Google Business anmelden unter https://business.google.com. Google schickt dir innerhalb von 2 Wochen einen Code via Post zu. Damit bestätigst du die Existenz des Unternehmens und wirst ab sofort auf der rechten Seite im Suchnetzwerk groß angezeigt wenn jemand das Unternehmen sucht.

 

Giovanni Bruno

Ich bin leidenschaftlicher Marketer und Gründer der Werbeagentur Bruno Marketing in Berlin. Bruno Marketing bildet Dienstleistungen wie u. a. Content Seeding, Google Adwords (+YouTube) und SEO ab.