Tricky: Social Media Bildformate

Tricky: Social Media Bildformate

Nicht jedes Presse-/Produktfoto passt in die Social-Media-Schablone. Ihr Marketingbudget sieht für dieses Jahr frisches Bildmaterial vor? Hier ein paar wichtige Tipps, damit Ihr Social-Media-Auftritt nicht aus dem Rahmen fällt.

Aus aktuellem Anlass möchte ich ein Plädoyer dafür halten, dass bereits beim Fotoshooting auf die Social-Media-Tauglichkeit der Bilder geachtet wird. Dabei meine ich nicht Stil und Bildgegenstand, sondern schlichtweg das Format. Hier zwei Szenarien aus einem Auftrag:

Header-Bild bei Facebook, Twitter und Youtube

Am kniffligsten finde ich die Auswahl eines geeigneten Header- bzw. Titelbildes bei Facebook,  denn es ist mehr als doppelt so breit wie hoch. Zu klein ist dieses Fenster eigentlich nicht. Wenn Sie sich aber mal mit einer Schablone im Verhältnis  2,7:1 vor Ihre Pressebilder setzen, werden Sie feststellen, dass viele Bilder in diesem Format keinen Sinn ergeben oder ihre Wirkung verlieren. Laptops, die auf dem Schoß liegen oder ein Smartphone, das zu niedrig gehalten wird, werden abgeschnitten. Ist das komplette Bild breit genug, um die nötige Höhe des Motivs raus zu kriegen? Bei dem oben stehenden Beispielbild passt gerade noch der Kopf und das Produkt in den Rahmen, in der Mitte ist jedoch alles frei. Blöd nur, wenn in der mobilen Ansicht ein quadratischer Ausschnitt aus der Mitte genommen wird. Anderes Beispiel: Personen, die stehen, passen neben sitzenden Personen nur unter Einbuße ihrer Schädeldecke mit aufs Bild. An dieser Stelle hätte ich mir gewünscht, dass der Fotograf des Kunden diese mittlerweile bekannten Formate in seinem Konzept berücksichtigt hätte.

Tweet-Bilder in der mobilen Ansicht von Twitter

Quadratisch. Praktisch. Nicht zu erkennen. Exemplarisches Beispiel ist das Foto eines glücklichen Gewinners im Hochformat. Sicher ein super Bild für die Presse und die Webiste! Im Tweet bleibt jedoch nur ein mit Blumen dekoriertes Stück Bauch. Das Quadrat ist der kleinste gemeinsame Nenner im Responsive Design und daher recht praktisch. Sofern man alles wichtige möglichst vollständig in der Mitte platziert. Natürlich kann man jedes Hoch- und Querformat auch zuschneiden, aber glauben Sie mir: Sie wollen nicht immer alles zuschneiden, wenn Sie aktiv Social Media Marketing betreiben. Selbst wenn Sie Zeit und Muße dafür hätten, landet doch alles, was zuvor nicht in der Bildmitte war, trotz Zuschneiden bestenfalls am Rand.

Aktuelle Größen Profilbild, Titelbild und Header

Facebook Titelbild: 820 x 312 Pixel auf dem Desktop, 640 x 360 Pixel auf Smartphones, Mindestabmessungen 399 x 150 Pixel
Facebook Profilbild: 170 x 170 Pixel auf dem Desktop, auf Smartphones mit 128 x 128 Pixel und auf den meisten Handys 36 x 36 Pixel
Twitter  Header-Bild: 1500×1500 Pixel. Für mobile Anwendungen wird das Bild auf ein Seitenverhältnis von 2:1 zugeschnitten.
Twitter Profilbild: 400×400 Pixel. Die Dateigröße wird angepasst.
Youtube Kanalbild: 2560×1440 Pixel, max. 4MB
Youtube Profilbild: wird vom Google-Konto bezogen und auf ein quadratisches Motiv zugeschnitten
Google+ Titelbild: Hier sagt eine Quelle 1080 Pixel in der Breite, ich habe ein Minimum von 1070 Pixeln gefunden. Bei einem Seitenverhältnis 1,777:1 sind das  608 bzw. 602 Pixel in der Höhe.

Facebook und Twitter kommunizieren die Abmessungen auf ihren Support-Seiten, wer immer auf dem aktuellen Stand sein will, schaut also hier nach:

Bildgrößen Facebook
Spezifikationen für das Twitter-Profil

Sara Geissler

Als Online-Redakteurin schreibt, filmt, fotografiert und zeichnet sie Beiträge zu den Schwerpunkten Existenzgründung, Lokales, Content Marketing und zu Bildungsthemen: redaktion-saarbruecken.com