Onboarding im Start-up – „Willkommen bei XY“

Ist das Geschäftsmodell erfolgreich und die Aufgaben wachsen, müssen neue Mitarbeiter her. Was in großen Unternehmen Routine ist, stellt Start-ups erst einmal vor eine gewaltige Herausforderung. Neue Mitarbeiter einzulernen muss organisiert sein und kostet Zeit. In einem Start-up ein knappes Gut, da die Prozesse erst optimiert werden und die volle Arbeitskraft aller Beteiligten verlangt ist. Wie wir das Onboarding im Start-up trotzdem effizient gestalten, erfahrt ihr hier.

Wozu Onboarding?

Immerhin stellt man ja nicht irgendwen ein, sondern die Besten. Menschen, die sich auf ihrem Gebiet auskennen. Trotzdem läuft es aber nicht einfach so, denn jedes Unternehmen ist anders. Neue Kollegen, andere Prozesse, ungeschriebene Gesetze – eine ganz andere Kultur. Und in diese müssen neue Mitarbeiter integriert werden, damit sie langfristig zufrieden sind, sich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren können und produktiv arbeiten. Das funktioniert nicht von heute auf morgen, sondern dauert eine Weile. Zeit, die aber gut investiert ist. So gehen wir bei Campusjäger das Abenteuer konkret an:

Vorarbeit

Das Gespräch hat gepasst, der Vertrag ist unterschrieben und der erste Arbeitstag rückt näher? Dann gibt es von uns erst einmal ein paar Infos vorab. In einer Mail teilen wir unseren zukünftigen Kollegen ihre persönlichen Zugangsdaten mit. So können sie sich schon mit dem Nötigsten vertraut machen und werden nicht gänzlich ins kalte Wasser geworfen. Fragen, die sich daraus ergeben, können dann direkt am ersten Tag besprochen werden. Zusätzlich erhalten alle neuen Campusjäger die sogenannte Jagdbibel.

Der erste Tag

Wie schon gesagt, manchmal haben Gründer einfach nicht die nötige Zeit, um neue Kollegen umfassend einzuarbeiten. Dafür gibt es bei uns die Jagdbibel. Ein Leitfaden, der neue Mitarbeiter während ihrer ersten Tage bei Campusjäger begleitet. Sie beinhaltet alles, was man über das Unternehmen wissen muss. Die Gründungsgeschichte, das Geschäftsmodell sowie Visionen und Werte. Aber natürlich auch alles was die Organisation angeht: Anleitung zur Einrichtung und Verknüpfung aller Konten, WLAN-Passwort und Meeting-Zeiten. Nebenbei wird immer auf individuelle Freiheiten hingewiesen, so dass jeder seinen zukünftigen Arbeitsplatz an sich persönlich anpassen kann.

Den Leitfaden durchzuarbeiten dauert in der Regel ein bis zwei Tage. Dafür sind die neuen Mitarbeiter danach auf dem gleichen Stand wie das Team – nur die Routine fehlt noch. Von Anfang an wird ihnen damit ein hohes Maß an Selbständigkeit zugestanden, das maßgeblich zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre beiträgt.

Mit dem Feedback der Neuankömmlinge entwickeln wir die Jagdbibel ständig weiter. Sie soll ein umfassendes Nachschlagewerk darstellen und Antworten auf möglichst alle Fragen beinhalten, die sich während der ersten Tage stellen könnten.

Auf (fast) alles eine Antwort

Aber ein Buch kann doch nicht jede Frage beantworten und ist auch nicht in jeder Situation der richtige Ansprechpartner?! Natürlich nicht! Für den Fall stehen die Gründer und das gesamte Team mit Rat und Tat zur Seite.

Falls es mal mehr als eine kleine Frage ist, kann man jederzeit ein Meeting ansetzen. Für die „heads up“ Meetings haben wir extra eine Vorlage, in der man schnell die Punkte aufschreiben kann, die man besprechen möchte. Schnell noch den richtigen Ansprechpartner informieren und schon kann’s losgehen.

Zusätzlich zu den heads ups gibt es regelmäßige Meetings der Abteilungen und des gesamten Teams. Hier wird jeder auf den aktuellen Stand gebracht, so dass man immer eine Vorstellung davon hat, was gerade wo passiert.

Feedback darf natürlich auch nicht fehlen. Um das fair zu gestalten, haben beide Seiten in regelmäßigen Gesprächen die Möglichkeit, Kritik, Lob und Ideen zu äußern. Hier ist Klartext erwünscht. Gerade junge Unternehmen leben vom Ideenreichtum ihrer Mitarbeiter. Geht wertvolle Kritik unter, bloß weil man nichts Schlechtes sagen will, kann das den Unternehmenserfolg beeinträchtigen. Auch umgekehrt kann falsche Lobhudelei dazu führen, dass sich Mitarbeiter nicht weiterentwickeln und auf Dauer unzufrieden werden. Das bringt niemanden weiter.

Also… was haben wir gelernt?

Nicht nur „die Neuen“ lernen dazu, auch wir nehmen viel vom Onboarding mit. Vor allem was Selbständigkeit und Organisation angeht. Stehen neue Mitarbeiter schnell auf eigenen Beinen, arbeiten sie auch motivierter. Um das zu erreichen, müssen wir das Onboarding einfach gestalten. Denn sind wir selbst nicht organisiert, können wir es auch nicht von den Bewerbern erwarten.

Campusjäger wächst immer weiter, deshalb überarbeiten wir den ganzen Prozess mit jedem neuen Mitarbeiter. Schließlich wollen wir jedem Neuankömmling einen Arbeitsplatz bieten, an dem er sich wohl fühlt und sein ganzes Potenzial entfalten kann.

Wie sieht’s bei euch aus? Wie gestaltet ihr die ersten Tage bis Wochen für neue Mitarbeiter?