Nachhaltige Textilbranche in Deutschland – 5 Fakten

Nachhaltige Textilbranche in Deutschland – 5 Fakten

Die nachhaltige Textilbranche in Deutschland befindet sich im Wandel – besonders in den letzten 10 Jahren hat sich viel getan!

Zunächst kurz allgemein zur Textilbranche in Deutschland: Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie ist die zweitgrößte Konsumgüterindustrie in Deutschland. In Deutschland gibt es ca. 1.400 Textil- und Modeunternehmen mit mehr als 132.000 Beschäftigten. Der Jahresumsatz der Branche beträgt rund 32 Milliarden Euro. Nach China und Italien ist Deutschland beim Export von Textilien und Bekleidung auf Platz 3 und beim Import nach den USA auf Platz 2. Mit der Textilindustrie hängen viele andere Industriezweige zusammen, z.B. im Bereich der technischen Textilien Medizin und Bauindustrie. Die Haupt-Standorte der Textil- und Bekleidungsindustrie in Deutschland sind in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen.

Auch die Naturtextilindustrie ist seit den letzten 10 Jahren ebenfalls gewaltig auf dem Vormarsch. Hier sind ein paar Fakten zur nachhaltigen Textilbranche:

1. Der Umsatz der nachhaltigen Textilbranche in Deutschland ist von 2000 bis 2013 jährlich um durchschnittlich 5% gewachsen.

2. Die nachhaltige Textilbranche entwickelt sich im  Vergleich zur  Textil‐ und  Bekleidungsindustrie insgesamt besser. (Die Umsätze im  Textil- und Bekleidungshandel sind in den  letzten 10 Jahren rückläufig gewesen.)

3. Am 16.10.2014 wurde das Bündnis für nachhaltige Textilien gegründet. Die Multi-Stakeholder Initiative besteht aus Vertretern der Wirtschaft, Zivilgesellschaft,Organisationen und Gewerkschaften. Ziel ist es, gemeinsam auf soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen in der Textil-Lieferkette hinzuarbeiten. Lillika Eden ist Gründungsmitglied!

4. Gesetze  wie  die  EU­‐Öko-Verordnung,  REACH  und das Abkommen Accord wurden erlassen.  Die Medien greifen Skandale  und  Katastrophen wie das Rana Plaza Unglück auf. Damit steigt der Druck auf  Textilunternehmen. Dazu tragen auch NGOs, wie z.B. aktuell Greenpeace mit seiner Detox-Kampagne, bei.

5. Es gibt inzwischen 120 verschiedene  Siegel, die nachhaltige und faire Mode kennzeichnen sollen. Eines der bekanntesten ist das GOTS-Siegel (Global Organic Textile Standard).

Diese Fakten zeigen, dass nachhaltige und faire Mode immer populärer wird und dass es  sich für Unternehmen  lohnt, Textilien nachhaltig und  fair herzustellen. Wir glauben daran, dass man irgendwann nirgendwo mehr “Bio” draufschreiben muss, weil es einfach selbstverständlich ist!

(Quellen: textil-mode, bmwi, Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V. )

 

Daniel Schmidt

Schon aus meinem Kinderzimmer habe ich mit 17 Jahren mehr als 10.000 T-Shirt online vertrieben. 2014 habe ich zusammen mit meiner Frau das Modeunternehmen Lillika Eden in Berlin gegründet. Seit mehreren Jahren setzte ich mich aktiv für nachhaltig produzierte Mode ein und für höhere soziale Standarts in der Textilbranche.


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