Elevator Pitch – So überzeugst Du Investoren in 2 Minuten

Was ist der Elevator Pitch?

Der Elevator Pitch ist im Grunde nichts anderes als eine kurze Präsentation einer Idee, eines Projekts oder einer neuartigen Dienstleistung oder eines innovativen Produkts. Das Ziel ist es, einen Investor oder anderen Unterstützer für die Umsetzung an Bord zu holen. Ihren Namen hat diese Form der Kurzpräsentation von der Vorstellung, dass man mit einem Entscheidungsträger im Lift hochfährt, und nur die Zeit der Liftfahrt hat, um ihn für seine Idee zu begeistern. Ein guter Elevator Pitch kann oft besser überzeugen als eine schlecht gemachte, langatmige Präsentation. Bei der Dauer geht man üblicherweise von etwa 2 Minuten aus.

Wo setzt man den Elevator Pitch sinnvoll ein?

Diese Frage ist einfach zu beantworten: überall dort wo man nur wenig Zeit zur Verfügung hat. Das kann auf Fachmessen ebenso sein wie bei Branchen übergreifenden Meetings, in deren Rahmen man neue potentielle Partner kennen lernt. Ist das eigentliche Thema besprochen und beginnen sich die Teilnehmer zu verabschieden, so ist das der perfekte Zeitpunkt um sich mit einem Elevator Pitch noch schnell in Szene zu setzen. Da üblicherweise die Visitenkarten schon zu Beginn des Meetings getauscht werden, kann man nach einigen Tagen auch telefonisch oder per Mail nachfassen.

Wie ist ein gut gemachter Elevator Pitch aufgebaut?

Der Aufbau eines Elevator Pitch orientiert sich an der AIDA-Formel.

Attention, Interest, Desire und Action lauten die Zauberworte.

Aufmerksam erregt man idealerweise mit einer ungewöhnlichen oder überraschenden Einleitung, die kurz und prägnant sein muss. Das Interesse weckt man mit seinem USP, auch hier nicht allzu viele Worte verlieren, sondern sein Alleinstellungsmerkmal klar und deutlich herausarbeiten. Nun muss das Interesse geweckt sein und der Wunsch geweckt werden, an der Idee zu partizipieren. Das gelingt üblicherweise mit den Aussichten auf Gewinne oder auch Kostenersparnis, wenn man eine Dienstleistung anbietet. Die Aufforderung zur Action ist dann Formsache. „Rufen Sie mich morgen an und wir vereinbaren einen Termin, bei dem ich Ihnen das Projekt ausführlich präsentiere.“ Dieser Satz sollte genügen, man kann ja immer noch selbst auf den potentiellen Partner zugehen.

Achtung: Fehler vermeiden!

Mit kleinen Fehlern nimmt man dem Elevator Pitch seine ganze Wirkung. Man muss bei aller Begeisterung für seine Idee realistisch bleiben, Entscheidungsträger in der Wirtschaft fallen auf übertriebene Gewinnaussichten oder unglaublich hohe Einsparungsmöglichkeiten nicht hinein. Der nächste Stolperstein ist der USP. Ein USP der keiner ist macht das ganze Projekt in Sekundenbruchteilen zunichte. Die siebenundzwanzigste App zur Essensbestellung wird keinen Investor anlocken, neue Ideen für ein Smart Home schon, allerdings nur, wenn sie wirklich neu sind. Man muss seinem Gegenüber die Idee so verkaufen, dass ein Ablehnen eigentlich nicht denkbar ist.

Bringt der Elevator Pitch wirklich so viel?

Ja, wenn man die oben erwähnten Regeln einhält und sich wirklich mit einem neuen Projekt vorstellen kann. Der Elevator Pitch ersetzt natürlich weder eine ausführliche Präsentation noch einen Businessplan. Die Vorbereitung eines gut gemachten Elevator Pitch kann vom Aufwand her genauso zeitraubend wie die Erstellung einer Power Point Präsentation sein, seine Wirkung ist aber enorm hoch. Wie spannend das sein kann ist auch Fernsehanstalten bewusst geworden, so gibt es im Österreichischen Privatfernsehen die Sendung „Zwei Minuten, zwei Millionen“, in der Gründer die Chance bekommen ihre Ideen vor Wirtschaftstreibenden zu präsentieren und so Gelder für die Umsetzung zu generieren.

 

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