Diese 10 SEO-Fehler sollte jeder Gründer vermeiden

Search Engine Optimization – oft nur kurz SEO genannt – ist gerade für Start-ups besonders wichtig. Denn einerseits fehlt oft Geld für kostspielige Marketingaktionen und andererseits bedienen sich viele Nutzer Suchmaschinen, um Produkte oder Dienstleistungen zu finden. Nur diejenigen Unternehmen, die Suchmaschinenoptimierung betreiben, sind in der Ergebnisliste der Suchmaschinen so weit oben platziert, dass Nutzer ihr Angebot mit hinreichender Wahrscheinlichkeit besuchen. Doch leider kennen sich zahlreiche Gründer nicht mit den Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung – die wir hier kurz zusammengefasst haben – aus und begehen vermeidbare SEO-Fehler.

1. Texte ohne Keywords

Keywords sind Schlüsselbegriffe oder -phrasen, die für Suchmaschinen bei der Bewertung von Internetseiten eine zentrale Bedeutung haben. Webseitentexte, die für die Suchanfrage passende Keywords aufweisen, landen in der Ergebnisliste automatisch höher. Wer in seine Webseitentexte keine Schlüsselbegriffe und -phrasen integriert, begeht als Gründer deshalb einen massiven SEO-Fehler. Keywords sind unternehmens- und branchenabhängig. So bieten sich etwa für Reifenhändler als Keywords nicht nur „Reifen“, sondern auch Synonyme wie „Pneus“, sondern auch Typenbezeichnungen wie „Winterreifen“ oder „Sommerreifen“ an.

2. Keine Keyword-Recherche

Die Verwendung geeigneter Keywords scheint zwar den meisten Gründern plausibel. Dennoch ist es empfehlenswert, im Vorfeld eine Recherche zu starten. Dabei hilft ein Analysetool wie Google Adwords. Dadurch ist etwa ersichtlich, welche Schlüsselbegriffe und -phrasen Wettbewerber bereits verwenden und wo Lücken sind, die Gründer mit ihren Webseitentexten besetzen können. Wenn bereits mehrere größere Konkurrenten die Top-Keywords besetzen, kann sich beispielsweise eine Optimierung auf andere Schlüsselbegriffe auszahlen.

3. Zu hohe Keyworddichte

Die Devise „Viel hilft viel“ ist bei Keywords ein klassischer SEO-Fehler. Während Suchmaschinen diese Strategie früher durch ein gutes Ranking belohnten, strafen sie eine zu hohe Keyworddichte nun bereits seit Jahren ab. Grund für die Anpassung der Suchmaschinenalgorithmen war das Aufkommen von Webseiten, die Nutzern wenig boten und praktisch nur aus einer Aneinanderreihung von Schlüsselwörtern bestanden. SEO-Profis empfehlen heute als grobe Orientierung meistens eine Keyworddichte von zwei bis fünf Prozent.

4. Fehlende Überschriften

Überschriften dienen nicht nur Lesern als Orientierung. Auch für die meisten Suchmaschinen haben sie eine große Bedeutung. Passende Keywords entfalten hier häufig eine besonders große Wirkung. Deswegen ist der Verzicht auf Überschriften ein dicker SEO-Fehler. Auch Zwischenüberschriften sollten in Texten nicht fehlen. Damit Suchmaschinen diese erkennen können, müssen sie mit den passenden HTML-Tags gekennzeichnet sein.

5. Kein hochwertiger Content

Die Algorithmen der Suchmaschinen – das gilt besonders für den Branchenprimus Google – werden immer besser darin, gute von schlechten Texten zu unterscheiden. Deswegen sollten Gründer auf hochwertige Inhalte setzen. Diese sind im Idealfall weitgehend fehlerfrei und bieten einen Mehrwert. Hier kann es sich lohnen, eine Agentur oder einen professionellen Texter zu beauftragen..

6. Zu wenig Text(e)

Einige moderne Internetauftritte sind mit Bildern und Videos vollgestopft. Mit diesen Medien können Suchmaschinen aber direkt nichts anfangen. Deswegen ist es unter SEO-Gesichtspunkten sinnvoll, dass Webseiten eine ausreichende Zahl von geeigneten Texten enthalten. Diese sollten mindestens 200 – besser sogar 300 – Wörter lang sein, damit sie ihre optimale Wirkung entfalten können.

7. Fehlende oder unpassende Metadaten

Wenn Suchmaschinen Webseiten bewerten, spielen Metadaten eine große Rolle. Doch vielfach sind diese unpassend oder fehlen sogar – ein unnötiger SEO-Fehler. Am wichtigsten sind hier die Meta-Tags TITLE und DESCRIPTION, die zwischen 50 und 60 bzw. zwischen 140 und 150 Zeichen lang sein dürfen. Auch die Einfügung von Beschreibungen von Bildern durch ALT-Tags ist sinnvoll.

8. Suboptimale Verlinkung

Ein wichtiger Parameter für die Beliebtheit eines Internetauftritts bei Suchmaschinen sind die Links. Vor allem die wichtigen Webseiten, auf denen etwa Produkte oder Dienstleistungen zu finden sind, sollten gut mit anderen – als relevant und hochwertig eingestuften – Webseiten verlinkt sein. Eine übersichtliche und gut aufgebaute Verlinkung ist ein echter Wettbewerbsvorteil. Wie bei den Keywords geht dabei aber Qualität vor Quantität. Kein Wunder also, dass SEO-Profis dem Linkbuildung so viel Aufmerksamkeit widmen.

9. Unpassende Nachbarschaft

Wer würde schon sein Ladengeschäft in schlechter oder unpassender Nachbarschaft eröffnen? Viele Webseitenbetreiber tun genau dieses im Internet, weil sie ihren IP-Nachbarn keine Aufmerksamkeit schenken. Wenn ein Internetauftritt sich mit besonders vielen Spam-Webseiten zusammen auf einem Server befindet, kann es sein, dass Suchmaschinen alle Seiten gleichermaßen abstrafen. Das ist besonders beim Shared Hosting – wo zahlreiche Webseiten auf einem einzigen Server sind – ein Problem.

10. Statische SEO

Suchmaschinenoptimierung ist ein dynamischer Prozess. Das liegt daran, dass nicht nur andere Unternehmen an ihren Internetauftritten, sondern auch Suchmaschinen an Algorithmen Anpassungen vornehmen. Diese können das Suchmaschinenranking tüchtig durcheinanderwirbeln. Deswegen ist es für Gründer ein folgenreicher SEO-Fehler, solche Veränderungen nicht ausreichend zu betrachten.