Die Unterschiede zwischen Lohn und Gehalt

Lohn und Gehalt sind Begriffe, die jeder von uns kennt. Und doch wissen die wenigstens, dass sie nicht dasselbe bedeuten – obwohl und gerade weil sie im Alltag so häufig synonym verwendet werden. Hinter den Bezeichnungen verstecken sich allerdings kleine, aber feine Unterschiede. Wir erklären dir in dieser Übersicht kurz und bündig, wann du von Lohn und wann du von Gehalt sprechen kannst.

Entgelt in Form von Lohn

Ursprünglich hieß es, Lohn erhalten nur die Arbeiter. Warum? Weil diese entweder nach Stunden oder nach erbrachter Leistung bezahlt wurden. Und das ist auch schon die Antwort auf die Frage, was genau der Begriff Lohn bezeichnet. Er setzt sich aus den gearbeiteten Stunden oder produzierten Gütern zusammen. In der Regel wird im Arbeitsvertrag genauer erklärt, um welche Variante es sich in jedem Einzelfall handelt. Eigentlich erhalten nur Menschen einen Lohn, die eine nichtselbstständige Tätigkeit ausführen. Aber theoretisch kann man das Prinzip auch anhand einer Selbstständigkeit erklären. Wenn du zum Beispiel als freier Texter tätig bist, bezahlen dich deine Kunden ja auch entweder nach der Anzahl an Stunden, die du für die Texterstellung benötigt hast, oder nach der Menge der angeforderten Texte. Beides musst du dann auf die Rechnung schreiben und für deinen Kunden kenntlich machen.

Das Problem mit dem Lohn

Stundenlohn bedeutet aber auch, dass das Entgelt in kurzen Monaten wie Februar im Gegensatz zu August deutlich geringer ausfällt. Beeinflusst wird die Höhe des Geldes auch oft durch die Wirtschaftslage. Gibt es in einem Betrieb viele Aufträge, dann arbeiten die Mitarbeiter natürlich mehr – oft sogar mit Überstunden. Ist die Auftragslage hingegen schlecht, bedeutet das weniger Arbeit und somit einen deutlich geringeren Lohn.

Entgelt in Form von Gehalt

Im Gegensatz zum Lohn ist das Gehalt ein monatlicher Festbetrag, den du als Arbeitnehmer bekommst. In der Theorie ist es egal, wie viel Leistung du in dem Zeitraum erbringst, dein Entgelt bleibt dasselbe. Angestellte mit einem Gehalt sind demnach keinerlei finanziellen Schwankungen unterworfen – auch wenn sie Urlaub haben, krank sind oder die Wirtschaftslage nicht rosig ist, das Geld bleibt gleich.

Das Problem mit dem Gehalt

Im Vergleich zum Lohn gibt es aber trotzdem ein Problem: Überstunden werden in der Regel nicht vergütet. Entweder sind sie mit deinem Gehalt abgegolten oder du darfst sie sprichwörtlich „abfeiern“ – das bedeutet, dass du stattdessen Freizeit erhältst.

Wie sieht es mit Zusatzleistungen aus?

Wie der Name schon sagt, bekommt der Mitarbeiter zusätzlich zum Lohn bzw. Gehalt Boni. Wenn du dich also selbstständig machst und ein Unternehmen gründest, solltest du darauf unbedingt achten. Zusatzleistungen können sein:

  • Überstunden
  • Provision
  • Weihnachtsgeld
  • Urlaubsgeld
  • Sonderzahlungen

Viele Arbeitgeber ermöglichen ihren Angestellten auch Alternativen zur Gehaltserhöhung. Das sind zum Beispiel Firmenwagen, Essens- oder Tankgutscheine. Wenn du dich ebenfalls dafür entscheidest, dann musst du das entsprechend in der Gehalt- oder Lohnabrechnung vermerken (wie das geht, erfährst du hier).

Was ist besser: Lohn oder Gehalt?

Diese Frage können wir dir nicht beantworten. Als Arbeitnehmer wirst du keine Wahl haben, dich zu entscheiden. Als Gründer dagegen schon. Du musst dann die jeweiligen Vor- und Nachteile abwägen. Natürlich kommt es auch ganz darauf an, in welcher Branche du letztendlich tätig bist und was für die als Geschäftsführer am rentabelsten ist. Im Zweifelsfall empfehlen wir dir, eine Gründerberatung aufzusuchen und dich diesbezüglich beraten zu lassen.

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