Deckungsbeitrag – das solltest Du wissen

Der Begriff Deckungsbeitrag stammt aus dem Controlling und zählt zu den wichtigsten Kenngrößen eines Unternehmens. Er stellt die Differenz zwischen den variablen Kosten und dem Verkaufserlös dar. Dabei sollte er mindestens alle fixen Kosten abdecken und im günstigsten Fall zur Erwirtschaftung von Gewinnen beitragen. Kann er nicht dazu beitragen, bekommt das Unternehmen aufgrund von Verlusten große Probleme. Der Deckungsbeitrag ist ein Bestandteil der Kosten- und Leistungsrechnung, die sich mit dem Leistungen und Kosten für Produkte und Fertigung des Unternehmens im Rahmen von bestimmten Zeiträumen beschäftigt. Er kann auf einzelne Produkte im Rahmen des Stückdeckungsbetrags oder auf die vollständige Absatzmenge angewendet werden. Der Deckungsbeitrag lässt sich dafür verwenden, die Absatzmenge zu berechnen, ab der ein Betrieb Gewinne erzielen kann. Hierbei handelt es sich um den Break-Even-Punkt. Zudem ist es durch seine Berechnung möglich, zu ergründen, welche Artikel oder Produktgruppen viel oder wenig zur Deckung der fixen Kosten beitragen.

Beispiel zur Ermittlung des Deckungsbeitrags

Ein Unternehmen veräußert 1.000 Stück eines Produkts zum Preis von 5,00 Euro pro Stück. Dann liegt der Verkaufserlös bei 5.000 Euro. Der Einkaufspreis beträgt 2,50 Euro je Stück. Werden 1.000 Produkte verkauft, wird der Deckungsbeitrag wie folgt errechnet. Der DB ermittelt sich aus dem Verkaufserlös abzüglich der Einkaufspreises. In diesem Fall bedeutet das also 5.000 Euro abzüglich 2.500 Euro. Der DB beträgt somit 2.500 Euro. Die fixen Kosten des Produkts liegen im ausgewählten Zeitraum bei 2.000 Euro. Damit liegt der Deckungsbeitrag bei 500 Euro, was sich aus 2.500 Euro abzüglich 2.000 Euro ergibt, über den Fixkosten. Damit hat das Produkt in diesem bestimmten Zeitraum einen Gewinn von 500 Euro erzielt. Des Weiteren ist es auch möglich, den Deckungsbeitrag in Prozent zu berechnen. Hier werden 2.500 Euro durch 5.000 Euro geteilt.

Welche Arten von Deckungsbeiträgen gibt es?

Zunächst gibt es den Stückdeckungsbeitrag, der sich je Einheit oder Stück berechnen lässt. Liegt das Ergebnis dabei wie gewöhnlich über 0, so handelt es sich um einen positiven Deckungsbeitrag. Liegt der Wert allerdings unter 0, so handelt es sich um einen negativen Deckungsbeitrag. Damit macht das Unternehmen bei jedem verkauften Stück Verluste. Meistens ist es so, dass Unternehmen Produkte, die mit negativen Deckungsbeträgen behaftet sind, aus dem Angebot entfernt werden. Nur in Ausnahmefällen werden diese Produkte weitergeführt, damit das Sortiment abgerundet wird.

Des Weiteren gibt es den Gesamtdeckungsbeitrag, der sich für die gesamte Absatzmenge ermitteln lässt. Der Gesamtdeckungsbeitrag setzt sich aus Stückdeckungsbeitrag mal Absatzmenge zusammen.
In Sonderfällen gibt es auch relative Deckungsbeiträge. Dieser ist für manche Betrachtungen von Bedeutung.

Wie wird der Deckungsbeitrag verwendet?

Er kann für die Break-Even-Analyse verwendet werden, um auf diese Weise den Break-Even-Punkt zu ermitteln. Dabei handelt es sich um die Absatzmenge, ab der Gewinne vom Unternehmen erzielt werden. Welche Produkte, welche Erfolgsbeträge liefern können, werden ebenfalls ermittelt. Dazu bietet der Deckungsbeitrag ebenfalls wertvolle Erkenntnisse. Hier wird dann ersichtlich, welche Produktgruppen oder Produkte zu wenig oder zu viel dazu beitragen, fixe Kosten zu decken. Daraus lassen sich Maßnahmen zur Verkaufsförderung oder für das Sortiment ableiten.

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