Wie FinTechs alternative Lösungen im Finanzmarkt schaffen

Kontowechsel in wenigen Minuten, Anlage-Tipps auf Basis von Machine Learning und Finanzprognosen vom digitalen CFO – immer mehr Finanzunternehmen setzen auf smarte Lösungen von FinTech-Startups. fino aus Kassel ist eines von ihnen.

Unkompliziertes Banking ohne Papierkram – was Privatkunden sowie Banken und Versicherungen heute gleichermaßen den Alltag erleichtert, basiert oftmals auf Startup-Lösungen aus dem Bereich Finanztechnologie, kurz FinTech. Eine Branche, die auch in Deutschland immer stärker Fuß fasst. Eine Ende 2018 veröffentlichte Ernst & Young-Studie prognostizierte für das Geschäftsjahr Investitionen in FinTech-Unternehmen in Höhe von 636 Mio. Euro; das entspricht einer Steigerung von 12% gegenüber 2017. Ernst & Young-Partner Christopher Schmitz beobachtet ein „Erwachsenwerden“ der Branche: „Nach der hohen Zahl der Neugründungen der vergangenen Jahre konzentrieren sich die Unternehmen jetzt auf die Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle und die Internationalisierung. So wollen sie sich im immer stärker werdenden Wettbewerb wappnen und sich eine größere Kundenbasis aufbauen.“

Kontowechsel leicht gemacht

Ein Beispiel für den Erfolg von FinTech-Startups ist fino aus Kassel. 2015 mit einem fünfköpfigen Team gestartet, verfügt das Unternehmen heute über 90 Mitarbeiter. Das erste Erfolgsprodukt: eine White-Label-Lösung für den smarten Kontowechsel. Dank automatisierter Anwendungen dauert der papierlose Service nur sechs Minuten und ist damit 50-mal schneller als ein bisheriger Anbieterwechsel. Die Lösung erhält Lesezugriff auf das alte Bankkonto, identifiziert automatisch Zahlungspartner und benachrichtigt sie über die neuen Bankdaten des Kunden. „Aus meiner Tätigkeit in der Bankenbranche weiß ich selbst, wie viel Aufwand wir den Nutzern ersparen – und zwar Kunden wie Mitarbeitern“, sagt Florian Christ, Geschäftsführer und Gründer von fino.

Smarte ProduktlinieF

Inzwischen hat fino weitere smarte Produkte auf den Markt gebracht, darunter den Kontoassistenten Yoli, der auf künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning basiert. Mit seiner Hilfe können Anwender ihre Rechnungen und Garantien digital verwalten, während Yoli die Konten im Auge behält und sogar an Steuererklärungen erinnert. Auch für Unternehmer hat fino ein Produkt im Portfolio: Finux, eine Art digitalen CFO, der Buchhaltungsunterlagen überwacht und daraus Finanzprognosen erstellt. „Unsere Services kommen heute bereits bei über 500 Banken zum Einsatz“, sagt Florian Christ. Dazu zählen unter anderem die Commerzbank und die Süd-West-Kreditbank.

Eine Zukunft mit dem Förderprogramm TechBoost

Doch fino beschränkt sich mit seinem Geschäft nicht allein auf den deutschen Markt: 2018 startete die Expansion nach Europa und in die USA. Dabei setzt das innovative Unternehmen unter anderem auf die Unterstützung von TechBoost, dem Start-up-Programm der Telekom. Der Bonner Konzern unterstützt junge Unternehmen wie fino sowohl durch Rabatte auf Mobilfunk-, Internet-, und Festnetztarife als auch durch ihr Branchen Know-how. Als Teil des TechBoost-Programms profitieren Startups von folgenden Vorteilen:

  • kostenfreiem Speicherplatz im Wert von bis zu 100.000 Euro für die Open Telekom Cloud (OTC)
  • Marketing- und Vertriebsmaßnahmen
  • persönliche Beratung
  • Zugang zu dem Telekom Kundennetzwerk

„Die Telekom ist für uns ein vertrauenswürdiger Partner. Insbesondere der hohe Sicherheitsstandard der OTC hat uns überzeugt und überzeugt unsere Kunden“, sagt Florian Christ. „Ich bin sicher, dass das auch künftige internationale Partner zu schätzen wissen“.

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