Schlüsseldienst – lohnt sich die Selbstständigkeit?

Ein jeder hat es gewiss einmal in seinem Leben durchmachen müssen. In all der Hektik, die sich hin und wieder bemerkbar macht, vor allem dann, wenn die Zeit drängt, wird noch schnell die Tasche geschnappt und dann ist es auch schon passiert. Die Tür fällt ins Schloss und der Schlüssel hängt noch am Schlüsselbrett. Eine wahrlich ärgerliche Angelegenheit, denn das kostet nicht nur Zeit, sondern auch ordentlich Geld. Mit dem Öffnen zugefallener Türen hat der Schlüsseldienst am häufigsten zu tun und das nicht nur unter der Woche, sondern an sieben Tagen rund um die Uhr. Für diese Dienstleistung fallen teils sehr hohe Gebühren an, die zudem regional sehr unterschiedlich sein können.

Schlüsseldienst und seine Aufgaben

Natürlich ist dieser Dienstleister nicht nur dafür zuständig, um zugefallene Türen zu öffnen. Es rückt ebenfalls aus, wenn der Schlüssel klemmt oder das Schloss nicht mehr richtig schließt beziehungsweise sich nicht mehr öffnen lässt. Egal ob Tür, Tor oder Autotür. Darüber hinaus sind Anfertigungen von Zweitschlüsseln und Schließanlagen oftmals Teil der Tätigkeit. Entsprechende Maschinen sollten dafür vorhanden sein. Mitunter spezialisieren sich einige zusätzlich auf das Erstellen von komplexen Schließanlagen sowohl für private Zwecke, als auch für gewerbliche. Das Aufgabenfeld ist somit recht breit gefächert. Wenn du dich mit dem Gedanken trägst, dich als Schlüsseldienst selbstständig zu machen, solltest du dich genau informieren, was einen guten Service ausmacht. Die Konkurrenz ist groß und du kannst im Grunde genommen nur dann punkten, wenn du nicht nur zuverlässig bist, sondern in der Lage sein wirst, dich von der Masse absetzen zu können.

Voraussetzungen für die Selbstständigkeit

Du benötigst keinen speziellen Abschluss oder Ausbildung, um dich als Schlüsseldienst selbstständig zu machen. Fachkenntnisse sind jedoch unabdingbar. Entweder hast du zuvor als Angestellter bei einem Schlüsseldienst gearbeitet oder aber du besuchst entsprechende Seminare und Fortbildungsmaßnahmen, um das nötige Know-how zu erwerben. Ein Führungszeugnis muss vorgelegt werden und ein Startkapital um die 5.000 Euro solltest du mindestens einplanen. Dieses Kapital ist notwendig, um das entsprechende Arbeitsmaterial und Equipment zu beschaffen. Außerdem sind Maschinen vonnöten, die zur Anfertigung von Schlüsseln unabdingbar sind. Es macht immer einen seriösen Eindruck, wenn ein Ladengeschäft mit Geschäftsadresse vorhanden ist. So kannst du nicht nur den mobilen Einsatz anbieten, sondern eben auch das Anfertigen von Zweitschlüsseln oder eine Fachberatung im Hinblick auf Sicherheit und Konzepte für komplexe Schließanlagen. Natürlich muss dein Gewerbe ordnungsgemäß angemeldet werden.

Von der Masse abheben

Nun gilt es natürlich, sich von der Masse abzuheben. Das beginnt bereits bei einem guten Marketingkonzept und endet mit umfangreicher Eigenwerbung innerhalb deines künftigen Einsatzgebietes. Achte bei der Preisgestaltung darauf, dass du davon leben kannst, der Kunde allerdings nicht das Gefühl bekommt, abgezockt zu werden. Es gibt unter den Schlüsseldiensten einige, schwarze Schafe. Der Berliner Schlüsseldienst beispielsweise nimmt im Durchschnitt gerade einmal 69 € für das Öffnen von Türen am Tage. In Nordrhein-Westfalen hingegen wird es richtig teuer. Da liegen die Spitzenpreise bei 250 €. Das sind Preisspannen, die man vor Augen haben muss. Hierbei handelt es sich wohlgemerkt um das Öffnen am Tage. Wie sich die Preise in der Nacht oder an Feiertagen nach oben korrigieren, steht ganz außer Frage.

Doch nicht nur die Kosten musst du gut im Blick haben. Es ist auch die Zuverlässigkeit, die ausschlaggebend ist. Kein Kunde sollte ewig lange vor der eigenen Haustür ausharren müssen. Auch hier gibt es Richtwerte, die dabei helfen, sich gut zu orientieren. In Göttingen beispielsweise wartet ein Kunde im Durchschnitt bis zu 90 Minuten! Besser ergeht es den Kunden in Augsburg. Hier kommt die helfende Hand bereits nach 25 Minuten. Daher ist es zu empfehlen, einen Dienstwagen zu haben, mit dem du schnell zu deinen Kunden gelangst.

Eine aussagekräftige Webseite erstellen

Ohne eine online Präsenz brauchst du das Projekt Selbstständigkeit gar nicht erst ins Leben zu rufen. In der heutigen Zeit ist dies eines der wichtigsten Aushängeschilder schlechthin. Wenn du davon keine Ahnung hast, wende dich an eine Agentur, die dir deine Webseite erstellt. Neben Kontaktdaten, den Dienstleistungen, die du anbieten wirst, gehören auch Festpreise dazu. Das sorgt für Transparenz und der Kunde muss nicht zwingend anrufen, wenn es um banale Dinge geht. Natürlich sollte die Notrufnummer hinterlegt sein, unter der du rund um die Uhr erreichbar bist, so denn du den 24 Stunden Dienst anbieten möchtest. Versuche im Laufe der Zeit, Kundenbewertungen auf deiner Webseite zu hinterlegen. Viele informieren sich gern darüber, welche Erfahrungen gemacht wurden. Nicht nur die Webseite allein ist von Bedeutung. Die Präsenz in den sozialen Medien ist eine Empfehlung, um schlichtweg noch eine größere Reichweite zu erzielen.