Marketing an eine drohende Rezession anpassen – so gelingt es

Es gibt derzeit viele Probleme und Unsicherheiten, die zu einer enormen Belastung für die gesamte Wirtschaft werden. Insbesondere die hohen Energiekosten sowie die Probleme mit beeinträchtigten Lieferketten sorgen für eine trübe Stimmung bei zahlreichen Unternehmen. Deshalb gehen sowohl die Bundesregierung als auch Wirtschaftsfachleute davon aus, dass eine Rezession droht. Das bedeutet, die Wirtschaft verliert an Kraft und schwächelt. Unternehmen müssen mit Umsatzeinbußen rechnen und es drohen Verluste bei den Gewinnen. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, das Marketing an diese Situation anzupassen. Nachfolgend werden einige Möglichkeiten näher vorgestellt und beschrieben.

Das Budget für das Marketing kürzen?

Wenn die Einnahmen geringer werden, kommt bei zahlreichen Unternehmen der Gedanke auf, Ausgaben zu kürzen. Als Erstes wird meistens an das Marketing gedacht, weil sich in diesem Bereich besonders schnell und einfach Kosten einsparen lassen. Eine Verringerung des Marketingbudgets führt jedoch in der Regel zu noch stärkeren Einnahmenverlusten. Deshalb wird von den meisten Fachleuten empfohlen, nicht beim Marketing zu sparen.

Laut einer Umfrage plant die Mehrzahl aller Unternehmen sogar, die Ausgaben für Marketingzwecke kurzfristig zu erhöhen, um die Umsatzeinbußen zumindest teilweise ausgleichen zu können. Es gibt derzeit nur sehr wenige Unternehmen, die tatsächlich Kosten im Marketingbereich einsparen wollen. Mit einem gleichbleibenden oder einem ausgeweiteten Marketing lassen sich Stammkunden halten und eventuell neue Kunden gewinnen. Die Rezession geht auch nicht spurlos an den Verbrauchern vorbei. Auch bei ihnen wird das Geld aufgrund der steigenden Inflation knapper. Deshalb kaufen sie gerne bei bekannten und zuverlässigen Anbietern ein.

Die Sorgen der Verbraucher analysieren

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es im Grunde genommen ein kontinuierliches wirtschaftliches Wachstum. Dadurch ging es auch den Verbrauchern aus finanzieller Sicht immer besser und sie wurden dazu animiert, ihren Lebensstil zu verbessern und Kredite aufzunehmen. In Zeiten der Rezession wird jedoch alles plötzlich deutlich teurer und die Zinsen steigen. Dazu kommt bei vielen Menschen die Angst auf, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, weil zahlreiche Unternehmen ebenfalls stark kriseln. Deshalb ist es jetzt für Unternehmen wichtig, für Vertrauen zu sorgen.

Um den Kontakt zu den Verbrauchern zu verbessern, können Unternehmen beispielsweise auf Messen oder Ausstellungen präsent sein. Zur Bildung von Vertrauen könnte eventuell ein Tag der offenen Tür veranstaltet werden. Bei solch einer Gelegenheit können sich Interessenten davon überzeugen, wie die Abläufe im Unternehmen gestaltet sind und noch vieles mehr erfahren. Je mehr die Kunden von einem Unternehmen wissen, desto größer ist das Vertrauen. Bei direkten Kontakten zwischen Unternehmen und Kunden können auch Werbeartikel sehr hilfreich sein.

Beliebte Werbeartikel auswählen

Grundsätzlich freut sich jeder Mensch über ein kleines Geschenk. Es sollte jedoch etwas Nützliches sein. Werbeartikel, die nur im Schrank verschwinden, verfehlen ihren Zweck. Am besten eignen sich Geschenke, die jeder Mensch täglich nutzen kann. Dazu gehören unter anderem:

  • Regenschirme
  • Kaffeebecher
  • Kugelschreiber
  • Taschen
  • USB-Sticks
  • Powerbanks

Es gibt selbstverständlich noch unzählige weitere Artikel, die jeder Mensch gut gebrauchen kann. Im Idealfall passt ein Werbeartikel auch sehr gut zu den Produkten, die von dem jeweiligen Unternehmen angeboten werden.

Sind klassische Werbeartikel in der digitalen Zeit noch nützlich?

Viele Marketer fragen sich, ob es sich in der heutigen Zeit überhaupt noch lohnt, Werbeartikel zu verschenken, da die meisten Einkäufe mittlerweile online stattfinden. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass viele Kunden sich über Geschenke freuen, weil sie zu einer persönlichen Bindung führen. Im Onlinehandel läuft alles recht anonym ab. Deshalb sehnen sich zahlreiche Menschen nach solchen netten Gesten. Gerade deshalb, weil Werbegeschenke schon seit einigen Jahren aus der Mode gekommen sind, erleben sie inzwischen wieder einen Hype und sorgen für eine bessere Kundenbindung. Dadurch steigen auch die Umsätze und Gewinne der Unternehmen.

Onlinemarketingaktionen gezielt steuern

Es gab eine Zeit, in der ging es nur darum, möglichst viel Werbung zu produzieren und diese auf möglichst vielen Webseiten auszuspielen. Das führte jedoch dazu, dass sich die User genervt fühlten und sich entsprechende Plug-ins installiert haben, die Werbebanner unterdrücken. Diese werden auch Ad-Blocker bezeichnet. Deshalb wird inzwischen gezielt Werbung ausgespielt. Dazu sind präzise Zielgruppenanalysen erforderlich. Fachleute reden davon, dass eine Buyer Persona kreiert wird. Dabei handelt es sich um einen fiktiven Kunden. Daran können die einzelnen Werbekampagnen exakt ausgerichtet werden. Das bedeutet, die Werbebotschaften werden in einer Sprache verfasst, die üblicherweise von potenziellen Interessenten gesprochen wird. Zudem wird die Werbung nur auf solchen Webseiten oder Social-Media-Plattformen angezeigt, die von der Buyer Persona genutzt werden. Es handelt sich vereinfacht ausgedrückt um maßgeschneiderte Werbung.

E-Mail-Marketing gewinnt zunehmend an Bedeutung

Bezüglich der Werbestrategien werden immer wieder Umfragen durchgeführt. Dabei haben die meisten Unternehmen angegeben, dass für sie das E-Mail-Marketing besonders wichtig ist. Es bringt am meisten ein. Das liegt unter anderem auch ein wenig daran, weil personalisierte E-Mails zu einer vertrauenswürdigen Bindung der Kunden zu dem jeweiligen Unternehmen führen. Im Inhalt der E-Mails kann auf die bereits gekauften Produkte näher eingegangen werden. Oftmals werden auch persönliche Interessen berücksichtigt. Die Möglichkeiten in diesem Bereich sind sehr vielfältig. In den Werbemails können dann auch gleich ganz nebenbei bestimmte Produkte angeboten werden. Die meisten Kunden fühlen sich besonders gut, wenn sie in einer E-Mail auf ihre letzten Einkäufe oder ähnliche persönliche Themen angesprochen werden. Dann haben sie das Gefühl, dass sich der Anbieter an sie erinnert und sie nicht einfach nur eine Nummer unter vielen anderen sind.

Kürzungen bei konventionellen Werbemethoden

Es spielen auch noch immer die konventionellen Marketingmethoden mit Radio- und Fernsehwerbung sowie Anzeigen in Printmedien eine wichtige Rolle. Allerdings verlieren sie an Bedeutung. Deshalb kann davon ausgegangen werden, dass derartige Maßnahmen in Zeiten einer Rezession stark eingeschränkt werden. Nur wenige Menschen sehen sich Werbespots im Fernsehen an. In der heutigen Zeit spielen bezahlte Streamingdienste ohne Werbeeinblendungen eine wichtigere Rolle als das klassische Fernsehen. Ähnlich sieht es beim Radio aus. Auch in diesem Bereich spielen die Musikstreamingangebote eine große Rolle. Die Bedeutung von Printmedien wird ebenfalls geringer, weil sich die meisten Menschen online informieren.

Zusammenfassung

Da eine Rezession droht, bleibt den Unternehmen nichts anderes übrig, als die Marketingmaßnahmen an die neue Situation anzupassen. Kürzungen finden in erster Linie bei Fernseh- und Radiowerbung statt. Auch die Werbeanzeigen in Printmedien werden weniger. Die Onlinewerbung wird auf die potenziellen Interessenten zugeschnitten. Das Einzige, was von der konventionellen Werbung übrig bleibt, sind die Werbegeschenke für die Kunden.

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