Deshalb sollten Start-ups SEO nicht vernachlässigen

Suchmaschinenoptimierung (SEO) gehört im Marketingmix vieler Unternehmen noch immer zu den zentralen Maßnahmen. Dies belegen auch die von Ahrefs.com aggregierten SEO-Statistiken, laut denen 92,96 Prozent des globalen Traffics durch die Google-Suche, Google Images und Google Maps generiert werden. Fast der komplette Traffic (99,22 %) entfällt davon auf Suchergebnisse, die Google auf der ersten Seite anzeigt.

Es wird demnach deutlich, dass eine gute Position bei Google auch für Start-ups entscheidend zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen kann. Wie die Experten der SEO Agentur Semtrix erklären, sollten sowohl Start-ups als auch etablierte Unternehmen bevor sie sich für oder gegen eine Investition in SEO entscheiden außerdem folgende Faktoren evaluieren.

  1.   Zeitpunkt der Kundenansprache – Menschen nutzen Google oder anderen Suchmaschinen häufig, wenn sie nach einem Produkt suchen oder ein Problem lösen möchten. Durch eine gute Platzierung in den SERPs (Search Engine Result Pages) können Unternehmen potenzielle Kunden so zu einem Zeitpunkt ansprechen, an dem diese bereit sind, eine Dienstleistung oder ein Produkt abzuschließen. SEO unterscheidet sich somit deutlich vom Social-Media-Marketing, bei dem die Zielgruppe Unternehmen oft in Momenten ohne aktives Bedürfnis eher zufällig findet.
  2. Hohe Reichweite – Die Reichweite der organischen Suchergebnisse bei Google ist in Deutschland sehr hoch. Es können somit durch eine gute Position in den Rankings nahezu alle Interessenten erreicht werden. Viele Social-Media-Plattformen haben hingegen nur eine deutlich kleinere Reichweite. Dies wird deutlich am Beispiel von Twitter, das in Deutschland nur 300.000 bis 500.000 aktive Accounts hat, die fast ausschließlich aus dem Medienumfeld stammen. SEO sorgt mittel- und langfristig somit für eine deutlich höhere Reichweite als die Promotion über die unterschiedlichen sozialen Netzwerke.
  3. Langfristiger Nutzen von SEO – Besonders Start-ups scheuen die in Abhängigkeit von der Konkurrenz und dem Ist-Zustand der Webseite oft hohen Anfangsinvestitionen von SEO. Dabei wird häufig jedoch der langfristige Nutzen einer solchen Optimierung nicht berücksichtigt. Während Search Engine Advertising (SEA) und Social-Media-Marketing (SMM) permanent hohe Kosten verursachen, kann das Ranking in den SERPs meist langfristig relativ günstig beibehalten werden. SEO sollte daher an seinem langfristigen Nutzen beurteilt werden.
  4. Generierung von Leads – Viele Fans bei Twitter, Facebook, Instagram und Co. können die Bekanntheit von Produkten und Dienstleistungen von Start-ups zwar erhöhen, werden aber nur zu einem geringen Teil zu wirklichen Leads, aus denen später Kunden entstehen. Eine gute Position bei Google garantiert hingegen permanent neue Besucher auf der Unternehmenswebseite, die dank des optimalen Zeitpunkts der Kundenansprache deutlich besser in Leads konvertiert werden können. Es können so Kontaktanfragen und Anmeldungen in Newslettern generiert werden, von denen ein Unternehmen mittel- und langfristig profitiert.
  5. Controlling der Maßnahmen – In Zusammenarbeit mit einer professionellen SEO Agentur gehört die klassische Suchmaschinenoptimierung zu den am besten zu kontrollierenden Marketingmaßnahmen. Es kann unter anderem exakt nachvollzogen werden, welche Position in den Suchergebnissen wie viele Besucher bringt und viele Kontaktanfragen, Bestellungen oder Newsletteranmeldungen daraus entstehen.

Fazit

Die fünf Punkte verdeutlichen, dass SEO im Online-Marketing-Mix der meisten Start-ups einen hohen Stellenwert einnehmen sollte. Auch wenn SEO anfangs relativ teuer ist und bei vorhandener Konkurrenz Ergebnisse meist erst nach wenigen Monaten erzielt werden können, gehört eine gute Position bei Google und Co. mittel- bis langfristig zu den sinnvollsten Investitionen.