Bewerbungsschreiben – auf den Einstieg kommt es an

Bewerbungsschreiben – auf den Einstieg kommt es an - StartupBrett

Manche Personaler sagen: Der erste Satz im Bewerbungsschreiben ist der wichtigste. Warum? Weil sich schon da entscheidet, ob man Lust hat, das Schreiben weiterzulesen oder nicht. Aber wie wecke ich das Interesse des Personalers schon zu Beginn?

Floskeln weglassen

Abgelutschte Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich…“ oder „Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenausschreibung gelesen…“ können Sie getrost streichen. So fängt fast jede Bewerbung an, das langweilt den Leser. Auch Mammutsätze über 10 Zeilen hinweg sind tabu. Schließlich soll der erste Satz „nur“ Interesse für Ihre Person wecken und nicht gleich Ihr ganzes Leben erzählen.

Anders sein

Wichtig ist, dass Sie einen originellen und persönlichen Einstieg finden, der zu Ihnen und zum Unternehmen passt. Wer sich bei einer Kreativagentur oder einem Fotografen bewerben möchte, darf ruhig ein wenig frecher sein. Zum Beispiel:

„Darf ich Sie einladen, mich auf ein Fotoshooting zu begleiten? Bilder sagen ja mehr als tausend Worte. Deshalb möchte ich Ihnen am liebsten selbst zeigen, wie ich Personen und Gegenstände ins rechte Licht setze.“

Im Anschluss können Sie Ihre Qualifikationen und Erfahrungen darstellen und erklären, warum gerade Sie die richtige Besetzung für die Stelle sind.

Wer sich auf konservativere Stellen wie Bankberater oder Versicherungskaufmann bewirbt, sollte zwar ernsthaft, aber genauso persönlich sein. Zum Beispiel so:

„Sie suchen einen zuverlässigen und lernwilligen Auszubildenden, der schon Erfahrung im Umgang mit Kunden und ein Verständnis für mathematische Zusammenhänge hat. Genau diesen haben Sie gerade gefunden!“

Wenn Sie es etwas kühner mögen, können Sie auch so beginnen:

„Ich weiß, dass Sie bereits ein ausgezeichnetes Team haben – das kann ich aus Ihrer Arbeit erkennen. Machen Sie Ihr Team noch besser: Ich biete Ihnen einen zuverlässigen und erfahrenen Mitarbeiter, der auch schwierige Projekte eigenständig meistert und mit großem Engagement bei der Sache ist: mich.“

Auch Ihr persönliches Interesse für das Thema des Unternehmens ist für den Personaler interessant:

„Schon lange beschäftige ich mich mit der Auswirkung von Lebensmitteln auf unser Wohlbefinden. Als ich Ihre Stellenausschreibung gesehen habe, wusste ich daher sofort: Das ist meine Stelle!“

Goldene Regeln für den Einleitungssatz

  • Vermeiden Sie Floskeln und zu lange Sätze.
  • Schreiben Sie keine Einleitungssätze ab, sondern finden Sie Ihre eigene Sprache.
  • Passen Sie den Satz auf das Unternehmen und die Stelle an.

Fragen, die Sie zum richtigen Einstieg führen

  • Was genau interessiert mich am Unternehmen?
  • Was interessiert mich an der Stelle?
  • Welche konkreten Stärken kann ich dort besonders gut einbringen?
  • Welcher Sprachduktus ist für das Unternehmen und die Stelle angebracht?
  • Welches sprachliche Bild könnte den Personaler fesseln?

Je persönlicher und authentischer Ihr Einstieg ins Bewerbungsanschreiben wird, desto mehr werden Sie aus der großen Masse an Bewerbungen herausstechen.

 

Sebastian Veit

Sebastian VeitSebastian Veit ist Designer und steht auf einfache Lösungen. Mit easyApply möchte er Menschen auf Jobsuche das Leben vereinfachen.