Selbstständig machen als Bausachverständiger

Als selbstständiger Sachverständiger sind Sie einen langen Prozess durchlaufen und sind endlich am Ziel angekommen, diesen Beruf ausüben zu dürfen und vielmehr zu können. Letzteres sollten Sie sich ganz groß auf die Flagge schreiben, wenn Sie als Bausachverständiger den Schritt in die Selbstständigkeit wagen.

Sicher ist der gute Verdienst ein großer Magnet, um diese Entscheidung für sich zu treffen, aber sie sollten hinter die Kulissen schauen, denn wie heißt es so schön: Der Teufel steckt im Detail.

Als Angestellter in einem Sachverständigenbüro mögen Ihre fachlichen Expertisen ausreichen, in der Selbstständigkeit kommen weitere wichtige Punkte hinzu. Und davon sollten Sie keinen unterschätzen.

Ängste und Co.

Sind Sie geschaffen für die Selbstständigkeit? Können Sie damit umgehen, kein regelmäßiges Einkommen zu erhalten? Können Sie eine vom Auftraggeber nicht bezahlte Rechnung ausgleichen, ohne gleich in finanzielle Schieflage zu geraten? Haben Sie den Nerv, sich mit Nachdruck gegenüber Kunden zu behaupten?
Diese Fragen sollten Sie mit „Ja“ beantworten können, denn die einzelnen Fälle können auf Sie zukommen.

Die Formalitäten

Formell ist der Schritt in die Selbstständigkeit schnell erledigt. Sie gehen zum zuständigen Amt und melden Ihre Tätigkeit an. Neben einer Gebühr von 25 bis 50 Euro (regional unterschiedlich) füllen Sie das Formular beim Gewerbeamt aus und erhalten kurz darauf ein zweites Formblatt, das direkt vom Finanzamt kommt. Beide sollten Sie gewissenhaft ausfüllen.
Bei der Anmeldung haben Sie die Möglichkeit zu wählen, ob Sie als Freiberufler oder als Gewerbetreibender tätig werden.

Der Unterschied:

Der Freiberufler:
Per Definition Einkommensteuergesetz § 18 ist der Freiberufler ein Selbstständiger, der künstlerisch, wissenschaftlich, schriftstellerisch, unterrichtend oder erzieherisch tätig ist.
Sein Merkmal: Er besitzt einen akademischen Abschluss oder besondere für die selbstständig ausgeübte Tätigkeit notwendiges Fachwissen.

Der Gewerbetreibende:
Er betreibt ein wirtschaftliches Unternehmen mit dem Ziel, in eigener Verantwortung und auf eigene Rechnung dauerhaft Gewinn zu erzielen. Im Unterschied zu einem Arzt, Steuerberater oder Dolmetscher ist er verpflichtet, sich bei der Handelskammer oder Handwerkskammer anzumelden.

Worauf können Sie Ihre Selbstständigkeit aufbauen?

Die Selbstständigkeit eines Bausachverständigen wie der https://www.berlin-bausachverstaendiger.de/ baut stark auf den Ruf auf, den Sie sich im Lauf der Jahre aneignen. Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass Ihre Glaubwürdigkeit stets infrage gestellt wird. Aus diesem Grunde müssen Sie sich in all Ihren Formulierungen an aktuellen Richtlinien, Normen und Gesetzen ausrichten.
Sachlichkeit steht an oberster Stelle. Sie müssen neutral Feststellungen und Analysen zu Papier bringen, die in sich nicht anfechtbar sind. Denn im Zweifelsfall steht Ihr guter und mühsam erarbeiteter Ruf auf dem Spiel, der Sie unter Umständen Ihre Existenz kosten kann.

Investitionskosten

Um Kundschaft zu empfangen und konzentriert arbeiten zu können, brauchen Sie ein Büro. Der Dienstwagen sollte seriös sein, nichts Auffälliges, und die Aufwendungen für Werkzeuge, um die Analyse und Mängelfindung vor Ort durchzuführen, ist überschaubar.
Etwas teurer ist die Betriebshaftpflichtversicherung, die beispielsweise an Sie gerichtete Schadensersatzforderungen abfangen soll. In welcher Höhe sie abgeschlossen werden sollte, kann Ihnen ein speziell für Baugewerbe spezialisierter Versicherungsmakler nennen.

Wenn Sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollen, ist es empfehlenswert, bereits von Stunden null an einen Steuerberater hinzuzuziehen. Er weiß Dinge, die Sie nicht wissen können, außerdem ist Ihr Gebiet so umfangreich, dass Sie bestimmte Aufgaben gerne an den Steuerberater weitergeben wollen.
Fazit: Sie müssen nicht alles wissen, aber Sie sollten Einblick haben, wo Sie erfahren, was Sie nicht wissen. Geben Sie verschiedene Aufgaben an entsprechende Kompetenzen weiter, damit Sie Ihrer Kernkompetenz so präzise wie möglich nachkommen können.

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