Digitalisierung: Neue Lösungen für das Handwerk von Morgen

Die Digitalisierung hat sich heute zu einem Trend entwickelt, der sich in nahezu jedem Lebensbereich wiederfindet. Egal ob intelligente Kleidungsstücke unser Leben gesünder, innovative Apps unseren Alltag effizienter oder modernste Technik unsere Fabriken schneller machen – die Digitalisierung ist aus unserer Zukunft nicht mehr wegzudenken. Im Interview berichtet Martin Teichmann, Gründer des Düsseldorfer Start-ups Kesselheld, über seine Erfahrungen mit der Digitalisierung im Handwerk. Erfahrt was Kesselheld ausmacht und welche Herausforderungen das junge Unternehmen bereits überwinden konnte.

Hallo Martin, kannst Du Dich kurz vorstellen und erklären, worum es bei Kesselheld geht?

Ich bin Martin Teichmann, Gründer und Geschäftsführer von Kesselheld, einer Onlineplattform für Heizungskunden und Heizungsbauer.

Unser Ziel ist es, den Heizungskauf mittels moderner Technologien zu vereinfachen und den Kunden dabei zu helfen eine passende Heizung inklusive Installation zu finden. Dazu arbeiten wir mit einem bundesweiten Netzwerk aus lokalen Heizungsbauern zusammen, die wir an unsere Kunden vermitteln.

Ihr bringt die Digitalisierung ins Handwerk. Wie können Heizungskunden und Heizungsbauer davon profitieren?

Wir helfen unseren Kunden dabei, einen für ihre Bedürfnisse passenden Heizungsbauer zu finden. Die Kunden profitieren von einer umfassenden Beratung, die einen Service rund um Finanzierung und Förderung umfasst und erhalten in kürzester Zeit ein Angebot. Durch die Fotobegehung per WhatsApp sparen Interessenten außerdem Zeit und Kosten.

Die Partnerbetriebe, die mit uns zusammenarbeiten, profitieren insbesondere im Bereich der Neukunden-Akquise. Durch die digitale Fotobegehung sparen auch die Handwerker automatisch Zeit, da weniger Außentermine stattfinden. Eine große Hilfe in Sachen Zeitersparnis ist außerdem der Heizungskalkulator – dieser vereinfacht die Erstellung der Angebote. Und ganz nebenbei übernehmen wir durch unsere Aktivitäten auch den Vertrieb für die Heizungsbauer.

Seit Gründung im Herbst 2016 ist noch nicht viel Zeit vergangen. Welche Erfolge konntet ihr seither erzielen? Gab es besondere Herausforderungen auf Eurem Weg?

Bei einer Online-Plattform wie unserem Modell sind beide Seiten wichtig. So ist es für uns ein toller Erfolg, dass wir innerhalb kürzester Zeit bereits 100 Partner gewinnen konnten und noch mehr Kunden auf uns aufmerksam gemacht haben.

Am Anfang war es die größte Herausforderung zunächst einmal die Probleme der Heizungsbauer und der Heizungskunden im Detail zu verstehen. Auch die Zusammenarbeit mit Handwerksbetrieben ist teilweise herausfordernd. Häufig sind die Entscheider selbst auf der Baustelle unterwegs und nicht immer erreichbar. Gerade hier mussten sich erst Prozesse einspielen – wir haben viel probiert, um die Themen in den Griff zu bekommen. Heute kommunizieren wir bspw. viel über WhatsApp und andere Online-Tools, um unsere Partner zu koordinieren.

Das Thema Digitalisierung trifft nicht immer auf offene Ohren. Wie schafft Ihr es dabei, deutschlandweit ein wachsendes Netzwerk qualifizierter Handwerker aufzubauen?

Die Digitalisierung im Handwerk ist mittlerweile ein großes Thema, im Bereich Sanitär-Heizung-Klima sogar noch mehr. Viele Betriebe beschäftigen sich damit, wie sie sich zukünftig aufstellen, und denken über die Zukunft nach. An dieser Stelle kommen wir ins Spiel. Wir entwickeln für unsere Partner kontinuierlich neue digitale Lösungen und können diese dann direkt auf mehr als 100 Betriebe anwenden.

Was plant Ihr für die Zukunft Eures Start-ups, seid Ihr auf der Suche nach Kooperationspartnern aus dem Umfeld grüner Gründer?

Derzeit arbeiten wir daran, mit unseren Partnerbetrieben neben reinen Heizungslösungen auch smarte Produktpakete zu schnüren. So werden Finanzierungslösungen mit Garantien, Wartungsverträgen und sogar Gaslieferverträgen intelligent verknüpft, um unseren Kunden weitere Mehrwerte anzubieten.

Natürlich sind wir immer auf der Suche nach guten Kooperationspartnern und haben großes Interesse an Kontakten zur Vernetzung. Der Handwerks- und Energiemarkt ist riesig, sodass wir alle nur davon profitieren können zusammenzuarbeiten und gute Lösungen für den Markt zu bauen. Ich freue mich immer, wenn ich mit anderen Gründern gute Ideen diskutieren kann – gerade im Energie- und Handwerksbereich.

 

Alexander Rosenkranz

Alexander Rosenkranz (28 J.) ist Co-Gründer der Bau- und Sanierungsplattform eccuro.com und Gründer der energie-wortwende.de. Informationen und eine verständliche Energie-Kommunikation sind für Ihn der Schlüssel für den nachhaltigen Erfolg der Energiewende.

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