Wettbewerbsanalyse: Definition, Methoden und Vorgehen

Goldene Schachfigur Koenig im Fokus vor unscharfen dunklen Figuren als Sinnbild fuer Wettbewerbsanalyse

Die Wettbewerbsanalyse untersucht systematisch die Konkurrenz eines Unternehmens, um die eigene Position im Markt zu bestimmen und Wettbewerbsvorteile zu entwickeln. Dieser Artikel erklärt Definition, Ziele, Vorgehen, wichtige Methoden sowie die Bedeutung im Businessplan.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die Wettbewerbsanalyse identifiziert und bewertet die relevanten Konkurrenten eines Unternehmens.
  • Ziel ist es, eigene Stärken und Schwächen im Vergleich zu erkennen und daraus einen Wettbewerbsvorteil abzuleiten.
  • Sie ist Teil der übergeordneten Marktanalyse und liefert die Grundlage für die Positionierung.
  • Bewährte Werkzeuge sind unter anderem die SWOT-Analyse und das Fünf-Kräfte-Modell nach Porter.

Was ist eine Wettbewerbsanalyse? Klare Definition

Die Wettbewerbsanalyse ist die systematische Untersuchung der Konkurrenten eines Unternehmens innerhalb eines Marktes. Sie erfasst, wer die relevanten Wettbewerber sind, welche Produkte und Preise sie anbieten, wie sie auftreten und wo ihre Stärken und Schwächen liegen.

Ziel ist es, die eigene Stellung im Wettbewerbsumfeld realistisch einzuschätzen. Nur wer die Konkurrenz kennt, kann sich bewusst abgrenzen, Lücken im Markt erkennen und ein überzeugendes eigenes Angebot entwickeln.

Ziele der Wettbewerbsanalyse

  • Marktposition bestimmen: die eigene Stellung im Verhältnis zu den Wettbewerbern einordnen.
  • Wettbewerbsvorteile finden: erkennen, wodurch sich das eigene Angebot abheben kann, etwa durch ein klares USP.
  • Marktlücken aufdecken: unbesetzte Bedürfnisse und Nischen identifizieren.
  • Risiken früh erkennen: Bedrohungen durch starke oder neue Wettbewerber einschätzen.

So gehst du bei einer Wettbewerbsanalyse vor

  1. Wettbewerber identifizieren: direkte Konkurrenten mit ähnlichem Angebot und indirekte Anbieter alternativer Lösungen erfassen.
  2. Kriterien festlegen: relevante Vergleichspunkte wie Produkt, Preis, Zielgruppe, Vertrieb und Marke definieren.
  3. Informationen sammeln: Websites, Preise, Bewertungen, Marketing und öffentlich verfügbare Zahlen auswerten.
  4. Vergleichen und bewerten: Stärken und Schwächen der Wettbewerber den eigenen gegenüberstellen.
  5. Schlüsse ziehen: daraus die eigene Positionierung und konkrete Maßnahmen ableiten.

Methoden der Wettbewerbsanalyse

SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse stellt Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) gegenüber. Sie hilft, die eigene Lage im Vergleich zum Wettbewerb strukturiert einzuschätzen.

Fünf-Kräfte-Modell (Porter)

Das Modell der fünf Wettbewerbskräfte betrachtet die Verhandlungsmacht von Kunden und Lieferanten, die Bedrohung durch neue Anbieter, die Gefahr durch Ersatzprodukte und die Rivalität unter bestehenden Wettbewerbern. Es zeigt, wie attraktiv und umkämpft ein Markt ist.

Wettbewerber-Matrix

In einer Matrix werden die wichtigsten Anbieter anhand definierter Kriterien tabellarisch verglichen. So werden Muster, Cluster und Lücken auf einen Blick sichtbar.

Wettbewerbsanalyse im Businessplan

Im Businessplan ist die Wettbewerbsanalyse ein fester Bestandteil. Investoren erwarten, dass Gründer ihren Markt und ihre Konkurrenz genau kennen. Eine ehrliche Analyse, die auch starke Wettbewerber benennt, wirkt glaubwürdiger als die Behauptung, es gebe keine Konkurrenz.

Wichtig ist, aus der Analyse konkrete Schlüsse zu ziehen: Wo genau ist das eigene Angebot besser, und warum sollten Kunden es wählen? Genau hier verbindet sich die Wettbewerbsanalyse mit dem Wertversprechen.

FAQ zur Wettbewerbsanalyse

Was ist der Unterschied zwischen Marktanalyse und Wettbewerbsanalyse?

Die Marktanalyse betrachtet den gesamten Markt mit Größe, Kunden und Trends. Die Wettbewerbsanalyse konzentriert sich auf einen Teilaspekt davon: die Konkurrenten. Sie ist also ein Baustein der breiteren Marktanalyse.

Wer sind direkte und indirekte Wettbewerber?

Direkte Wettbewerber bieten ein sehr ähnliches Produkt für dieselbe Zielgruppe an. Indirekte Wettbewerber lösen dasselbe Kundenproblem auf andere Weise. Beide sollten in einer guten Analyse berücksichtigt werden.

Wie oft sollte man eine Wettbewerbsanalyse durchführen?

Märkte verändern sich, deshalb ist die Wettbewerbsanalyse keine einmalige Aufgabe. Sinnvoll ist eine regelmäßige Aktualisierung, besonders vor wichtigen Entscheidungen wie einem Markteintritt, einer neuen Produktlinie oder einer Finanzierungsrunde.

Woher bekomme ich Informationen über Wettbewerber?

Nützlich sind Websites, Preislisten, Kundenbewertungen, Social-Media-Auftritte, Fachartikel, Messeauftritte sowie öffentlich verfügbare Geschäftszahlen. Aus vielen kleinen Quellen entsteht ein belastbares Gesamtbild.

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