Welche Standardprogramme für den Start

Wer ein Startup gründet, braucht die nötige Ausrüstung und das betrifft auch die richtigen Programme. Es ist für mich nicht mehr vorstellbar, ein Unternehmen zu führen, ohne einen PC oder Laptop zu haben. Das ist für mich eine Mindestanforderung an die allermeisten neu gegründeten Unternehmen.

Ein passendes E-Mail-Programm

Was ist aber das richtige E-Mail-Programm? Reicht auch die schon vorhandene E-Mail-Adresse aus? Ich würde definitiv davon abraten, die private E-Mail-Adresse für das Unternehmen zu nutzen. Erschreckenderweise habe ich es trotzdem erlebt, dass mir andere Gründer von ihrer privaten Adresse geschrieben haben, aber das ist für mich ein absolutes No-Go! Es wirkt nicht nur merkwürdig, wenn die E-Mail-Adresse keinen Bezug zum Unternehmen hat, sondern es sorgt auch noch stärker dafür, dass Privat- und Berufsleben ineinander übereingehen.

Ich empfehle dir, einfach eine neue E-Mail-Adresse einzurichten, das ist auch gar nicht so schwer. Natürlich kostet eine E-Mail-Adresse meistens Geld, wenn diese für ein Unternehmen genutzt werden soll. Wir nutzen, wie vermutlich die meisten Startups: Gmail, dieses kostet uns knapp 4 Euro pro Monat. Ich habe es auf dem Laptop und dem Handy, so kann ich jederzeit und überall meine E-Mails abrufen und schnell antworten. Dort können auch Ordner eingerichtet werden und es bietet auch sonst alles, was ich erwarte. Ein Punkt stört mich allerdings, wenn es zu Problemen kommt, ist es sehr schwer, den Support zu erreichen. Die Antworten lassen immer etwas auf sich warten und das klassische Outlook hat mir vom Aufbau etwas besser gefallen. Das ist aber alles eine Geschmacksfrage. Du musst also schauen, was du benötigst und ob du einen Server nutzt, bei dem schon ein E-Mail-Konto dabei ist oder günstig dazu gebucht werden kann.

Bewältigung der sozialen Netzwerke

Neben einem E-Mail-Konto empfehle ich, sich bei einigen sozialen Netzwerken anzumelden. Facebook ist hier meist, neben Twitter und Instagram, die erste Wahl, da es viele User hat und hier Text und Bilder im Mittelpunkt stehen. Allerdings Vorsicht: Ich würde nicht empfehlen, in alle sozialen Netzwerke einfach den gleichen Inhalt zu posten.

Instagram ist mehr fotoorientiert, hier ist eine schöne Aufnahme mehr wert, der dazugehörige Text wird aber leider nicht immer von den Usern gelesen. Um aber möglichst viele User auf das Bild aufmerksam zu machen, empfiehlt es sich, passende # zu setzten. Twitter ist ein Kurznachrichtendienst, hier kann und sollte nicht zu viel Text geschrieben werden. Ich schreibe immer nur drei/ vier Wörter, dann folgt der Link und danach kommen eventuell noch maximal drei #.

Ich habe festgestellt, die Links werden mehr angeschaut, wenn schon eine kleine Vorschau zu sehen ist. Es empfiehlt sich einfach, das eigene Verhalten einmal zu reflektieren, so kann schnell festgestellt werden, was den anderen Usern gefällt. Ich habe so verstanden, warum andere User eher nicht auf meine Links klicken, wenn sie keine Vorschau sehen. Ein Foto verleitet beispielsweise mehr dazu, dem Link zu folgen. Genauso ist es aber auch wichtig -und macht sogar Spa -, anderen Usern zu folgen und mit ihnen zu kommunizieren. Ich habe hierbei viel gelernt und wirklich nette Menschen kennen gelernt. Wir sind auch noch bei Tumblr, das ist für mich aber immer noch Neuland, dort experimentiere ich viel und schaue, was andere machen. Es hat mich schon etwas überrascht, das ich Mitte zwanzig bin und dieser Trend absolut an mir vorbeigegangen ist. Das hält mich aber nicht davon ab, es auszuprobieren und auch dort habe ich schon viele tolle andere Seiten entdeckt. Es empfiehlt sich, individuell zu gucken, welche sozialen Netzwerke bedient werden sollen und nicht willkürlich etwas zu posten. Dies kann aber sehr viel Zeit kosten und so gibt es die Möglichkeit, Apps zu nutzen, die parallel in mehreren Netzwerken posten. Aktuell nutze ich das noch nicht, denn bisher konnte mich keine App überzeugen und ich bin lieber individuell in den Netzwerken unterwegs, weshalb sich die Inhalte auch teilweise unterscheiden.

Apps können helfen

Ich habe mir natürlich alle Apps der sozialen Medien, in denen ich aktiv bin, aufs Handy gezogen. Zusätzlich nutze ich für facebook noch Pages, da ich dort die Auswertungen meiner Werbeanzeigen gut überblicken kann. Außerdem habe ich einige Programme, um Fotos und Bilder zu bearbeiten: Wort Swag, Santa booth (für Weihnachten) und Photoblend.

Die beste und wichtigste App ist für mich Wunderlist. Diese nutze ich auch privat mit Stefan. Dort können ganz einfach Listen erstellt werden, diese können wir teilen und sogar Aufgaben zuordnen. Das klingt vielleicht komisch, aber Stefan ist für den Server und den Hintergrund des Shops zuständig. Da er aber Vollzeit arbeitet, kann ich ihm einfach eine Aufgabe daraus machen und dann zuweisen und so vergesse ich nicht, es ihm zu sagen und er hat es auf der Liste. Diese Aufgaben könne auch zeitlich eingeteilt werden und so kann ich mir ohne Probleme regelmäßige Erinnerungen schreiben, wie z.B. den Newsletter zu erstellen. Habe ich die Aufgabe erledigt, kann ich diese einfach abhaken.

Es gibt viele Programme und Apps, aber viele davon sind in meinen Augen nur Spielereien. Trotzdem kann ich nur empfehlen, einfach mal etwas auszuprobieren. Ich teste immer wieder neue Apps und wechsle dann von einer vorher als gut befundenen App auf die neue, denn ich denke, Abwechslung bereichert das Leben. Schau dir also einfach mal an, welche Apps und Programme du wirklich brauchst und lass dir nicht zu viel Zeit von nicht so passenden Programmen oder Apps rauben. Eines solltest du dabei immer im Blick behalten: Wie ist es für dich und den User am besten.

 

Maybritt Reumann

Maybritt Reumann

Maybritt Reumann ist 27 und Gründerin und Geschäftsführerin von calistam, dem veganen, gluten- und versandkostenfreien Marktplatz mit besonderen Produkten von ausgewählten Partnern.

  • Joachim Tuchel

    Maybritt,

    Bei der Mailadresse sollte man m.E. keine Gmail- oder GMX-Adresse nutzen. Die Investition in eine Maildomains ist in der Regel mit 2-3 Euro pro Monat nicht besonders groß, und wenn man sich ohnehin eine Web-Domain einrichtet (oder einrichten lässt), sind meist mehr Mailadressen für diese Domain im Preis inbegriffen, als Du als kleiner Gründer je brauchen wirst.

    Dabei ist nicht nur der Aspekt, dass ja nicht wirklich alles und jedes bei einerm der üblichen Verdächtigen in Sachen Datenkrake liegt, wichtig, sondern vor allem auch, daß es sehr viel besser aussieht, wenn man nicht @gmail.com auf der Karte stehen hat, sondern eben @meineFirma.de

    Wer seinen eigenen Server betreibt, sollte sich darüber hinaus auch noch überlegen, ob es nicht sogar Sinn macht, nicht die Inklusiv-Mailadressen zu nutzen, sondern ein gesondertes Paket, vielleicht sogar bei einem anderen Hoster, zu kaufen. Es ist nichts ärgerlicher, als wenn man den Server umziehen oder aufrüsten möchte, und dann auch gleich seine komplette Mailumgebung umziehen oder umstellen muß. Nach diversen Umzügen unserer Server innerhalb unseres ersten Hosters, aber auch zu unserem aktuellen, weiß ich aus leidvoller Erfahrung, wie viel es wert sein kann, wenn die Mailadressen nicht am Shop- oder Serverpaket hängen…

    Der Tipp mit Wunderlist ist wirklich gut. Kann ich auch empfehlen. Allerdings bin ich insgesamt kein großer Fan von ToDo-Listen am Schirm. Man verfällt so schnell in das Rumspielen mit dieser tollen App, dass die Effektivität einer einfachen ToDo-Liste in Gefahr der Vergessenheit gerät. So geht es mir auch mit MindMaps etc. Da ist Papier und mein Lieblingsfüller einfach effektiver. Aber das gilt sicher nicht für jeden und selbst für mich nicht immer und in jedem Fall…

    • Maybritt Smith

      Hallo Joachim,

      wir nutzen gmail, so wie auch viele große Unternehmen, aber die Mailadresse lautet nicht @gmail, sondern beinhaltet unseren Firmennamen, also genau wie du es meinst. Gut, das du das noch schreibst, ich habe gar nicht daran gedacht, das es so verstanden werden könnte, das ist für mich definitiv keine Option, sondern es sollte immer auf den Firmennamen enden.

      Genauso sehe ich das auch, einige verfallen diesen ToDo-Listen total und vergessen das wesentliche, mir hilft es aber absolut.

      Liebe Grüße
      Maybritt


Stellenanzeigen

Weitere Stellenanzeigen