Was für Unternehmen gründen eigentlich Lottogewinner?

Die Geschichten, die wir normalerweise über Lottogewinner hören, haben nicht viel mit Unternehmensgründung, sondern mehr mit Jobkündigung zu tun. Doch viele Lottogewinner stecken ihr Preisgeld nicht nur in Luxusflitzer, Ferienvillen und Weltreisen. Sie entscheiden sich dafür, mit dem gewonnenen Vermögen ein Unternehmen zu gründen und sich dadurch einen lang gehegten Traum zu verwirklichen. Verschiedene Studien von Cátenon, Camelot und Oxford Economics haben ergeben, dass 15-20% der Lottogewinner sich dazu entscheiden, in ein eigenes Unternehmen zu investieren. Der plötzliche „Finanzzuschuss“ regt die Glückspilze dazu an über das Einschlagen einer neuen beruflichen Richtung nachzudenken und jene Projekte zu beginnen, die aufgrund ihrer Finanzlage bisher nicht möglich waren. Viele der glücklichen Lottogewinner wollen sich nicht auf dem plötzlichen Geldseegen ausruhen, sondern in ihre Zukunft investieren und ein eigenes Unternehmen gründen. Hier ein paar spannende Beispiele:

81-jährige eröffnet Eisdiele  

Es ist nie zu spät, um sich selbstständig zu machen und sein eigenes Unternehmen zu gründen. Das dachte sich auch Louise White, eine 81-jährige Frau aus den Vereinigten Staaten, die schon immer mit großer Leidenschaft amerikanisches Lotto spielte und den Powerball Jackpot im Jahr 2012 abräumte. Sensationelle 336 Millionen Dollar gingen damals auf ihr Konto! Mit ihrem Gewinn eröffnete sie zu jedermanns Überraschung einen Eisladen und erklärte den Medien warum: Sie hatte ihr Gewinnerlos kurz nach dem Verzehr eines regenbogenfarbigen Eisbechers gekauft und war fest davon überzeugt, dass ihr dieses Eis das Glück gebracht hatte. Das war für sie der ausschlaggebende Grund, um das Eisgeschäft mit dem Namen „The Rainbow Sherbert Trust“ zu eröffnen. Mit dem Laden erfüllte sie sich nicht nur einen Kindheitstraum, sondern er soll auch ihrer Familie und anderen Eisliebhabern Glück bringen.

Fan kauft Fußballmannschaft

Das britische Ehepaar Bristow gewann im Jahr 2004 ganze 18 Millionen Euro bei der UK National Lottery. Paul war damals schon seit unzähligen Jahren ein großer Fan der Fußballmannschaft Torquay United, die zu dieser Zeit schwere finanzielle Schwierigkeiten hatte und kurz vor der Auflösung stand. Obwohl beide keine unternehmerische Erfahrung hatten, überzeugte Paul Thea davon das Team aufzukaufen. Leider verstarb Paul im Jahr 2010 an Diabetes und Thea verwandelte sich in die allein verantwortliche Geschäftsfrau für den Fußballverein. Es war für sie eine große Herausforderung, doch sie wollte es für ihren verstorbenen Ehemann meistern und das tat sie auch. Einige Jahre später investierte sie zusätzlich ein Teil ihres Gewinns in Grundstücke und Miethäuser in direkter Nähe des Torquay Stadions.

Kindheitstraum – ein eigener Vergnügungspark

Der amerikanische Lotto-Fan John Kutey träumte schon immer davon, sein eigenes Unternehmen zu gründen und versuchte über Jahre genug Startkapital zusammenzusparen. Wie das Leben so spielt, kamen immer wieder neue Ausgaben dazu und er gab seinen Traum vorzeitig auf, bis er beschloss sein Glück im Lotto zu versuchen. Kaum zu glauben, doch nach nur einem Versuch knackte er 2011 gemeinsam mit seinen Arbeitskollegen den Mega Millions Jackpot und räumte unglaubliche 28,7 Millionen US-Dollar ab! Dies war der Startschuss für mehrere Projekte, in die er dank des Gewinns investieren konnte. Das größte davon war der Wasserpark „Spray Park“ in Green Island, New York. Er widmete diesen Park seinen Eltern und Schwiegereltern.

 

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