Wann lohnt sich eine Trading GmbH?

Eine Trading GmbH ist eine clevere Alternative zum Anlegen von privat. Bereits die pauschale Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % entfällt bei dieser Gesellschaftsform. Außerdem lassen sich Verluste besser mit Gewinnen gegenrechnen. Das senkt ebenfalls die Steuerlast. Jedoch ist der bürokratische Aufwand für eine Trading GmbH enorm. Wer hier nicht die erforderlichen Sachkenntnisse und Disziplin aufbringt, kann sehr schnell großen Ärger mit dem Finanzamt bekommen. Das ist eine Institution, mit der man sich in keinem Fall anlegen sollte. Besonders problematisch bei Schwierigkeiten mit den Finanzbehörden ist, dass sie einem die Möglichkeit auf eine zukünftige GmbH verbauen können. Bevor man den Schritt zur Trading GmbH wagt, sollte man sich über die Pflichten dieser Gesellschaftsform genauestens informieren.

Was ist eine GmbH?

GmbH bedeutet „Gesellschaft mit beschränkter Haftung„. Sie ist eine der beliebtesten Unternehmensformen in Deutschland. Um eine GmbH gründen zu können, gelten folgende Voraussetzungen:

  • Der Gründer darf nicht straffällig geworden sein, insbesondere in Fragen der Unternehmensführung.
  • Es ist ein Stammkapital mindestens in Höhe von 25.000 Euro zu entrichten. /li]

Das Stammkapital ist die im Namen benannte Haftung. Falls eine GmbH insolvent wird, können die Gläubiger nur auf dieses Kapital zurückgreifen. Das ist der wesentliche Unterschied zu Personengesellschaften. Bei diesen haftet der Gründer auch mit seinem gesamten Privatvermögen.

Was sind die Herausforderungen beim Trading?

Trading ist der eingedeutschte Begriff für „Handel mit Finanzprodukten“. Das können folgende Produkte sein:

  • Aktien
  • Optionen
  • Anteilsscheine
  • Kryptos
  • Termingeschäfte
  • Währungen

und vieles mehr. Am normalen Aktienhandel werden die Herausforderungen mit diesen Produkten besonders deutlich. Beim Kauf einer Aktie läuft eine Haltefrist von 12 Monaten. Wenn die Aktie innerhalb dieses Zeitraums mit Gewinn verkauft wird, zahlt der Privatverkäufer eine Abgeltungssteuer in Höhe von 25 %. Verluste können aber nicht steuerlich geltend gemacht werden. Unter www.trading.de  findet man weitere Informationen.

Mit einer Trading GmbH reduziert sich diese Steuerlast auf 1,54 %, was einen enormen Unterschied ausmacht. Dieser Steuersatz wird jedoch nur auf die tatsächlich entstandenen Gewinne erhoben. Verluste lassen sich mit dieser Gesellschaftsform deshalb ausgleichen. Das senkt die Steuerlast um einen weiteren Faktor.

Welche Nachteile hat eine Trading GmbH?

Die Trading GmbH erfordert zunächst einmal die Einzahlung des Stammkapitals in Höhe von mindestens 25.000 Euro. Dieses Geld ist gebunden und steht für das Trading nicht mehr zur Verfügung. Außerdem ist für diese Gesellschaftsform eine penible Buchführung erforderlich. Ohne passende Qualifikation ist das korrekte Verbuchen aller Gewinne und Verluste fast nicht möglich. Ein Trader, welcher es im Rahmen einer GmbH ausführen möchte, benötigt deshalb in den meisten Fällen einen entsprechenden Dienstleister. Glücklicherweise hat sich rund um das Thema „Trading GmbH“ inzwischen eine gut vernetzte Szene aus Consultants und Services entwickelt.

Für wen lohnt sich eine Trading GmbH?

Die Trading GmbH ist die ideale Gesellschaftsform für „Zocker“. Wer gerne mit Aktien spekuliert und sie nur kurz hält, der ist mit dieser Lösung bestens beraten. Die steuerlichen Ersparnisse sind enorm und gleichen die zusätzlichen Kosten für Beratung und Buchführung aus. Vor allem die eingesparte Abgeltungssteuer und Verrechenbarkeit von Verlusten machen die GmbH sehr interessant. Aufpassen muss man trotzdem: Solange nur die juristische Person der GmbH die Gewinne macht, ist alles in Ordnung. Macht man aber private Entnahmen, sind diese wieder voll einkommensteuerpflichtig.

Dies zeigt einmal mehr, dass eine Trading GmbH immer professionell begleitet werden sollte. Es gibt Wege, Privatentnahmen so zu „tarnen“, dass sie als Geschäftsausgabe deklariert werden können. Beispiele dafür sind Dienstwagen oder Anteile an Restaurants, die teilweise mit Genussscheinen entlohnt werden. Hier ist ein guter Steuerberater das beste Mittel, um seine Trading GmbH optimal nutzen zu können.

Für wen lohnt sich eine Trading GmbH nicht?

Wer auf langfristige Investments setzt, der braucht die Trading GmbH nicht unbedingt. Solange die Anteile, Kryptos oder Optionen mehr als ein Jahr gehalten werden, fällt keine Abgeltungssteuer an. Viele Anleger setzen auf ETFs oder investieren nur in Dividendenaktien. Bei diesen Aktien geht es nicht um steigende oder fallende Kurse, sondern um die jährlich ausgeschütteten Dividenden. Für diese Investments ist die Trading GmbH nicht sinnvoll.

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