So wird man zum wertvollsten Mitarbeiter des eigenen Start-ups

Die Bezeichnung „Most Valuable Player“ oder kurz MVP kennen viele primär aus dem Sport. Doch auch in der Business-Welt wird das Konzept des Most Valuable Player immer beliebter. Wie sich das Prinzip auf Start-ups überträgt? Ganz einfach: In einem Start-up muss jeder Gründer und potenziell jeder der ersten Angestellten in der Lage sein, die Rolle des MVP auszufüllen. Sogenannte „B-Player“ haben in einem Start-up nichts zu suchen, sie bringen nicht die Eigenmotivation und das Durchhaltevermögen mit, um die vielen neuen Bereiche, die man sich mit der Firmengründung aneignen muss, schnell genug zu meistern. Was aber ist ein MVP und was muss man tun, um im eigenen Start-up oder als Angestellter der wertvollste Mitarbeiter zu werden?

Erklärung

Die Bezeichnung „Most Valuable Player“ (oder kurz MVP) stammt ursprünglich aus dem Sport. Hier bezeichnet sie den Spieler einer Mannschaft, der zu deren Erfolg am meisten beigetragen hat. Beispiele gibt es Zuhauf: Christiano Ronaldo würde sich mit Sicherheit als wertvollster Spieler seiner Mannschaft bezeichnen. Auch in anderen Sportarten wie Basketball wird der Most Variable Player am Ende der Saison geehrt. Das Konzept des MVP wurde bald auf die Business-Welt und erfolgreiche Unternehmen übertragen: Firmen suchen immer stärker nach Leistungsträgern, welche mit ihrer Kompetenz das gesamte Unternehmen bereichern können. In Zeiten von flexibler Arbeit und Mangel an Fachkräften wird der stärkste Angestellte immer wichtiger für den Erfolg. Inzwischen weiß fast jeder, was ein MVP ist: Das Konzept ist so verbreitet, dass es sogar Slot-Spiele gibt, die sich seiner Vorlage bedienen. Hier unternimmt der Spieler eine Reise zum sprichwörtlichen Football-Olymp: Er muss durch sein Geschick zum Most Valuable Player werden. Und auch beim E-Sport hat der Ausdruck inzwischen seinen festen Bestand: So feierte Mercedes im Oktober 2017 vor 10.000 Zuschauern den „Mercedes-Benz MVP“ des E-Sport – der Titel ging an den Captain des Teams Virtus.pro. Wie schafft man es nun aber, selbst zum Most Valuable Player im Start-up oder Business zu werden?

 

 

 

Der eigenen Passion folgen

Eigentlich ein Allerwelts-Tipp, richtig angewandt jedoch unverzichtbar: Nur wer seine eigenen Leidenschaften im Start-up oder der Firma umsetzen kann, der wird auch bereit sein, den zusätzlichen Weg zu gehen, der nötig ist, um über sich hinaus zu wachsen und erfolgreiche Marken zu kreieren. Sowohl Angestellte und Mitarbeiter, als auch Kunden spüren es, ob ein Gründer mit hundert Prozent Einsatz bei der Sache ist, oder nur aus Verlegenheit die Selbstständigkeit gesucht hat. Die besten CEOs der Welt zeigen alle einen beinahe übermenschlichen Einsatz für ihre Produkte und Dienstleistungen – sie haben die eigene Passion entdeckt. Bestes Beispiel dafür ist Steve Jobs, der Apple nach seiner Rückkehr innerhalb eines Jahrzehnts von der Beinahe-Insolvenz in die Profitzone führte und dann kurz vor seinem Tod zum wertvollsten Unternehmen der Welt machte. In der Biographie von Walter Isaacson sagt Jobs, dass es ihm immer eines der wichtigsten Anliegen war, sogenannte „A-Player“ zu finden: Leute, die mit ihrer Kompetenz und Leidenschaft über das normale Maß hinausgehen. Laut Jobs darf eine erfolgreiche Firma ausschließlich aus A-Spielern bestehen, weil weniger motivierte Mitarbeiter die besten Performer nach unten ziehen. Für die eigene Karriere bedeutet das: Immer selber der A-Spieler sein! Das zeigt sich in der Detailtreue beim Produktdesign, beim Austüfteln neuer Strategien, der innovativen Umsetzung eines  herausfordernden Projektes und dem Umgang mit Mitarbeitern. Wenn Persönlichkeiten wie Steve Jobs uns eines gelehrt haben dann, dass der Kunde es spürt, ob die Mitarbeiter einer Firma mit Herzblut bei der Sache sind – selbst wenn es in Bereichen ist, die der Kunde nie direkt zu Gesichtbe kommt.

Experte auf mehreren Gebieten werden

Viele Menschen sind Experte auf einem Gebiet. Da gibt es den Verkäufer, den Entwickler, den CFO – sie alle füllen wichtige Rollen in Start-ups und etablierten Unternehmen aus. Doch wirklich unersetzlich macht man sich, wenn man bereit ist, in mehreren Gebieten herausragend zu werden. Ein Verkäufer, der gleichzeitig Profi in Produktentwicklung ist? Ein Buchhalter, der sich mit agilem Projektmanagement auskennt? Solche Persönlichkeiten sind es, die unersetzlich sind – ganz besonders in der heutigen Zeit des Personalmangels und in Start-ups, die sich jede Neueinstellung doppelt überlegen müssen. Wer mehr als nur das Nötige leistet und sich in mehreren Bereichen fortbildet, der wird sowohl in der Gründerszene, als auch im Business-Bereich zu jeder Zeit gefragt sein.

Die eigenen Schwächen ergänzen

Einer der häufigsten Gründe, aus dem Start-ups scheitern, ist das Versäumnis. komplementäre Persönlichkeiten einzustellen. Selbst der visionärste Geschäftsführer hat Felder, in denen er nur über wenig Erfahrung verfügt: Gründer A ist beispielsweise Experte für das Business Model Canvas, verfügt jedoch über zu wenig Wissen über disruptive Technologien und Produktentwicklung. Ein anderer ist ein guter Verkäufer, dafür aber nur wenig vertraut mit agilen Projektmanagement-Methoden wie Scrum. Leute anzuheuern, die das bestehende Team und die eigenen Schwächen ergänzen, sollte also ein Fokus jedes Gründers sein, der zum wichtigsten Spieler seiner Firma

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