Geschäftsideen mit Zukunft

Viele Angestellte träumen davon, sich mit einer eigenen Geschäftsidee selbstständig zu machen und den Zwängen und festen Strukturen des Arbeitgebers zu entfliehen. Nach Jahrzehnten der Stagnation an Firmenneugründungen ist nun ein wahrer Boom entstanden. Dank neuer Technologien, Smartphones und Internet sind die Möglichkeiten schier unerschöpflich. Nicht ohne Grund sind Gründershows wie „Die Höhle der Löwen“ sehr beliebt und verzeichnen steigende Zuschauerzahlen. Doch was tun, wenn man den Drang zum Gründen verspürt, aber sich seiner Geschäftsidee noch nicht ganz sicher ist? Wir haben einige Punkte zusammengestellt, anhand derer sich überprüfen lässt, ob eine Geschäftsidee das richtige Potenzial hat.

Was macht eine wirklich gute Geschäftsidee aus?

Der Gedanke, selbst ein Unternehmen zu gründen, kann erschreckend sein. Es ist ein Risiko und eine ungeheure Chance, zu gleichen Teilen herausfordernd und hoffentlich lohnend. Angesichts des enormen Risikos, das dem Unternehmertum innewohnt, werden sich viele potenzielle Unternehmer sehr schwierige Fragen stellen: Ist es das Risiko wert? Habe ich den richtigen Persönlichkeitstyp, um ein Unternehmen zu führen? Und vielleicht die Beängstigendste: Ist meine Geschäftsidee gut? Diese Fragen sind zwar potenziell entmutigend, aber wichtig. Im Folgenden finden Gründer einige grundlegende Schritte, eine Art Checkliste, um festzustellen, ob sie wirklich eine gute Geschäftsidee haben oder nicht.

Aktuelle Trends erkennen: Fintech, E-Mobility, Sharing-Economy & Co

Eine gute Geschäftsidee kann daran erkannt werden, ob sie den Zeichen der Zeit entspricht. Aktuelle Trends sind z.B.:

  1. Weniger Plastik, think green – heißt die neue Devise.
  2. Teilen statt besitzen – egal ob Fahrrad, Auto oder Ferienwohnung.
  3. Urban Gardening – die Rückverwurzelung auf das Lokale.
  4. Virtual Reality – die neuen Chancen nutzen.
  5. Bewusster Leben – Nahrungsergänzung, Sport, Livestyle.

Die Liste könnte noch beliebig vervollständigt werden. Wer erfolgreich sein möchte, sollte vorausschauend denken und zukünftige Entwicklungen antizipieren. Einen Kiosk zu eröffnen und zu betreiben mag für das zum Leben notwendige Einkommen ausreichen. Mehr Erfolg versprechen skalierbare Geschäftsideen. Vor allem dann, wenn sie in den boomenden Branchen wie Fintech, E-Mobility und der Sharing-Economy zu Hause sind. PayPal veränderte die Art und Weise, für Produkte und Dienstleistungen zu bezahlen und steht heute selbst vor Veränderungen durch neue Marktteilnehmer. Der Automobilbau steht vor großen Veränderungen, die auch branchenfremden Start-ups mit ihren innovativen Geschäftsideen zahlreiche Chancen bieten. Auch die Sharing-Economy zeigt mit Airbnb, dass sich klassische Märkte im Umbruch befinden.

1. Basieren die Geschäftsideen auf persönlichen Erfahrungen?

Ein Unternehmen zu gründen und zu führen ist ähnlich, wie ein Buch zu schreiben. Es ist unmöglich, ein Buch zu schreiben, das nicht auf eigener Erfahrung und Wissen basiert. Die besten Geschäftsideen kommen aus dem Inneren der Gründer. Henry Ford war ein begeisterter Mechaniker, bevor er das Fließband entwickelte. Bill Gates war ein Programmierer in jungen Jahren. Unternehmer erkennen aus ihren eigenen Erfahrungen Probleme. Dann schaffen sie etwas, um diese Probleme zu lösen. Gute Geschäftsideen entstehen, wenn ein Alltagsproblem erkannt – und dafür eine Lösung gefunden wird. 

2. Lässt sich das „Warum“ artikulieren?

Das „Warum“ einer Geschäftsidee ist entscheidend. Es ist wichtig, eine Vision für das Unternehmen zu haben. Diese ist ein starker innerer Antrieb und definiert, warum es für die Gründer wichtig ist, erfolgreich zu sein. Ein konkretes Ziel vor Augen wird helfen, die unvermeidlichen Zeiten der Prüfung, des Zweifelns und des Kampfes zu überstehen. Wenn die Gründer mit ihren Geschäftsideen in die unvermeidlichen schwierigen Zeiten kommen, sind diejenigen erfolgreich, die leidenschaftlich hinter ihren Produkten und Dienstleistungen stehen. Andernfalls werden sie nicht das Durchhaltevermögen haben, um es durch schwierige Situationen zu schaffen.

3. Ist es eine Wachstumsbranche oder zumindest ein gesunder Markt?

Es ist möglich, ein erfolgreicher Unternehmer zu sein, indem man eine Eisenbahnlinie kauft oder ein Tabakbauer ist. Es ist auch möglich, in einem schrumpfenden Markt erfolgreich zu sein. Jedoch sind in diesen Fällen die Chancen auf Erfolg gering. Gründer wollen vielmehr einen Markt finden, der gesund ist und idealerweise boomt. Wenn die Geschäftsideen für einen gesunden und expandierenden Markt sind, müssen die Produkte nicht einmal perfekt sein, um sich zu verkaufen. Wer hingegen eine traditionelle Versicherungsagentur oder ein Reisebüro gründet, hat nicht viel Raum für Wachstum, Expansion oder Erfolg.

4. Werden Mittelsmänner durch die Geschäftsideen nutzlos?

Bei Bitcoin war der Grundgedanke, Transaktionen ohne Banken direkt von Marktteilnehmer zu Marktteilnehmer durchzuführen. Erfolgreiche Unternehmer versuchen immer wieder, gegen das Gleichgewicht des Marktes zu argumentieren. Sie argumentieren, dass ein bestimmter Prozess oder Dienst nicht auf die effizienteste, rationellste und effektivste Weise ausgeführt wird. Sie führen eine neue Entität ein, die entweder die aktuellen Entitäten übertrifft oder sie komplett ersetzt. Das Internet ist eine ungeheuer störende und zerstörerische Kraft gegen Unternehmen, die als Mittelsmänner operieren. Immobilienmakler und Reisebüros spüren die Auswirkungen von Immobilienbörsen und Vergleichsportalen auf ihre Geschäftsmodelle. Alles, was zwischen Käufer und Verkäufer steht, wird minimiert, gestrafft oder in manchen Fällen völlig übersprungen. Wenn Geschäftsideen einen unnötigen Schritt aus der Gleichung nehmen, stehen die Chancen gut, dass es eine ziemlich starke Geschäftsidee ist. Gründer dürfen sich nicht scheuen, ihre Geschäftsideen herauszufordern und zu testen. Wenn die meisten oder alle dieser Fragen mit einem „Ja“ beantwortet werden können, handelt es sich wahrscheinlich um eine Geschäftsidee, die es wert ist, weiter verfolgt zu werden.

 

Bildquellen

  • live work create: © Jon Tyson | unsplash.com
  • imagine: © Jeremy Beck | unsplash.com
  • good-idea: © jarmoluk | pixabay.com
  • idee: © James Pond | unsplash.com