Einfache Onlineshops für jedermann

Einfache Onlineshops für jedermann - StartupBrett

Einen eigenen Onlineshop starten: Mit vielen bestehenden Lösungen ist das kompliziert, langwierig und kostenintensiv. Die Onlineshop­-Plattform ​WUNDERY legt den Fokus auf Einfachheit. Und nur, wenn der Shopbetreiber etwas verkauft, muss er auch etwas für die Software bezahlen.

Daniel Stooß und Philipp Frank, Gründer der WUNDERY GmbH

Daniel Stooß und Philipp Frank, Gründer der WUNDERY GmbH

Es ist das Jahr 2012. Philipp Frank und Daniel Stooß lernen sich während ihres Studiums an der Technischen Universität München kennen. Philipp hat als Freelancer während des Studiums bereits zahlreiche Onlineshop-­Projekte realisiert. Für die Umsetzung der Projekte kamen meist existierende Softwarelösungen zum Einsatz ­- oft komplizierte Programme, für die keine einfache Alternative existierte. Die Schwächen der bestehenden Lösungen ziehen sich nahezu durch den gesamten Markt für Onlineshopsysteme: Sie sind aufwendig anzupassen, kompliziert zu bedienen, überladen und teuer in der Unterhaltung und bei Updates. Die Idee für eine Plattform, die diese Probleme beseitigt, war geboren. Und mit Daniel Stooß war schnell ein Mitstreiter gefunden. Betriebswirtschaftlich versiert verantwortet er die Bereiche Vertrieb und Marketing und programmieren kann er auch -­ quasi der James Bond des Teams. Noch während des Studiums begannen die beiden mit den ersten Arbeiten an WUNDERY.

Die Mission der beiden Gründer: Je schneller und einfacher es für einen potenziellen Onlinehändler ist, einen ansprechenden und zeitgemäßen Onlineshop ins Leben zu rufen, desto schneller kann er sich auf das Kerngeschäft konzentrieren: seine Produkte.
Ein Onlineshop muss ihn beim Vertrieb optimal unterstützen. Eine gute Software sollte das intuitiv, einfach und fast beiläufig erledigen und darf den Benutzer nicht aufgrund zu hoher Komplexität ausbremsen. Auch viele Händler aus dem Offline­-Bereich scheuen heutzutage noch den Weg in die Onlinewelt aufgrund oben genannter Probleme. Genau hier wollen Philipp und Daniel mit WUNDERY ansetzen: Ein einfaches Shopsystem, das ohne Programmierkenntnisse, Installationen oder Vorerfahrungen alle wichtigen Aufgaben eines Onlinehändlers abdeckt – komplett web­-basiert. Auch beim Preismodell geht WUNDERY einen anderen Weg als bestehende Anbieter: Die Nutzung der Plattform ist kostenlos. Erst wenn über den Onlineshop Produkte verkauft werden, geht eine geringe Umsatzbeteiligung an WUNDERY.

Die erste Version der Plattform ging nach einigen Monaten Entwicklungszeit online ­- so wie in der Startupwelt oft üblich -­ mit Verspätung. Philipp, der technische Kopf der Firma, saß zu diesem Zeitpunkt mit 9 Stunden Zeitverschiebung in einem Hostel im australischen Hinterland ­- das ist Startup. Diese erste Version von WUNDERY hatte viele Macken: zu langsam, fehlende Features und zahlreiche kleine Fehler. Dies hat das junge Team jedoch nicht davon abgehalten, online zu gehen. Das Feedback von ersten Beta­-Kunden war sehr wertvoll und größtenteils positiv. Das einfach zu bedienende Produkt kam super an. Nach circa einem halben Jahr Betrieb folgte ein kompletter Relaunch. Eine grundlegend andere Architektur löste die ersten Kinderkrankheiten und machte WUNDERY stabil und schnell ­ und zwar richtig schnell. Bei den Ladezeiten der Shops -­ einem wichtigen Merkmal, um Kaufabrüche zu verhindern ­- liegt WUNDERY unter den ​TOP3 der Branche​.

Neben diesen technischen Aspekten lernte das Team eine weitere wichtige Lektion: Vertrieb und Marketing eines Softwareproduktes sind aufwendiger als angenommen. Besonders die Bekanntmachung in einem Markt mit vielen Wettbewerbern ist ein langwieriger Prozess. Die ersten Interessenten hat WUNDERY über Direktvertrieb akquiriert und durch intensive Zusammenarbeit zu Kunden gemacht. Während dieser Phase wurde das Team intensiv durch die Unternehmer TUM, ein Institut der technischen Universität München, in Form von Coaching und Beratung unterstützt, insbesondere durch das KICKSTART-­Programm.

WUNDERY erfindet das Rad nicht neu. Das übergeordnete Ziel der Firma ist es, Onlinehändler optimal dabei zu unterstützen, Produkte an den Endkunden zu vertreiben. Und zwar so einfach und effizient wie möglich. Auf der Produkt-­Roadmap stehen dafür einige Features, die das Leben des Onlinehändlers besser machen, z.B. automatische Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Platzierung von Produkten auf Marktplätzen wie eBay. Das Produkt unterscheidet sich dabei von Anbietern wie 1&1 mit Ihrem Baukasten­-Shop durch eine durchdachte einfache Struktur, kompetenten Support und ein attraktives Preismodell.

Die nächsten Monate stehen im Zeichen der Neukundengewinnung. Für Angang 2016 plant das Team eine erste Finanzierungsrunde und die Vergrößerung des Teams.

Zusammenfassend einige Ratschläge vom WUNDERY­-Team für Software­-Startups:

● Holt früh Feedback ein. Sei es durch probierfreudige Beta­Kunden, die
Großmutter oder Experten der Branche.

● Startet mit einer minimalen Version eures Produktes. Nur so könnt ihr schnell auf Diskrepanzen zwischen eurer Vorstellung und dem was der Markt möchte reagieren.

● Habt keine Angst vorm “ausmisten”. Von Features, Komponenten oder anderen Dingen, die nicht funktionieren oder euch nicht weiterbringen, solltet ihr euch rechtzeitig entledigen.

● Bleibt agil und offen für Änderungen. Planung ist gut, aber nicht in Stein
gemeißelt.

● Die ersten Kundenbeziehungen sind die wichtigsten. Von ihnen erhaltet ihr
Feedback in der kritischsten Phase eures Unternehmens. Sie müssen sorgsam aufgebaut und gepflegt werden.

 

Daniel Stooß

Daniel Stooß

Daniel Stooß — ein echter Schwabe. Seit fünf Jahren lebt er jedoch in München und schloss seinen Master in Wirtschaftsinformation 2013 an der TU München ab. Als Mitgründer der WUNDERY GmbH übernimmt er aufgrund seines betriebswirtschaftlichen Fokus die Bereiche Organisation, Business Development und Vertrieb. An sinnvollen Stellen unterstützt er seinen Mitgründer Philipp Frank bei der Produktentwicklung.