Die passende Farbgestaltung der eigenen Website

Für viele Start-ups ist es die Anlaufstelle Nummer 1: die eigene Website. Hier können sie ihre Produkte und Dienstleistungen anpreisen und über Suchmaschinen gefunden werden. Da hier für viele Kunden die erste Begegnung mit dem eigenen Unternehmen stattfindet, muss der Webauftritt perfekt ablaufen. Auch die Farbgestaltung trägt viel dazu bei, das eigene Image gut zu kommunizieren. Farben haben eine psychologische Wirkung auf Menschen und sagen damit oft mehr als Worte. Sie werden sofort vom Gehirn wahrgenommen und prägen den ersten Eindruck. Verschiedene Farben erfüllen dabei unterschiedliche Zwecke und vermitteln andere Botschaften.

Entspannung in Sicht: Die Farbe Grün

Das menschliche Auge kann in keiner Farbe so viele Abstufungen sehen wie in Grün. Das liegt wohl daran, dass wir uns evolutionär viel im Grünen aufgehalten haben und dort mögliche Feinde oder Beute erkennen mussten. Auch heute verbinden wir Grüntöne mit Natur und Entspannung. Die Farbe steht heutzutage auch für Nachhaltigkeit und Umwelt. So setzt z. B. der Online-Shop von GEA, der für seine Waldviertler Schuhe bekannt ist, auf die Farbe im Logo und in der Schrift auf der Website. Hier assoziiert der Kunden das Unternehmen sofort mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Die Farbe Grün eignet sich außerdem für Ferienpensionen und Spas, die eine erholsame Erfahrung versprechen.

Professionell und seriös: Die Farbe Blau

Blaue Farbtöne werden oftmals mit einem professionellen Auftreten verbunden. Genau aus diesem Grund werden zahlreiche Anzüge und Kostüme in dunkelblauer Farbe getragen, denn sie vermitteln Kompetenz und Selbstvertrauen. Die Farbe Blau ist daher auch besonders beliebt bei Banken und anderen Institutionen im Finanzbereich. Aber nicht nur das: Das William Hill Casino setzt auf jede Menge Blau auf seiner Website. Die Farbe zeugt von der Seriosität des Anbieters und wirkt damit deutlich vertrauenerweckender als bunte oder grelle Websites. Während helles Blau erfrischt, wirkt dunkles Blau beruhigend. Eine Mischung aus beiden kann dabei sehr angenehm auf das Auge wirken.

Die wichtigen Signalfarben: Rot und Orange

Wer die Aufmerksamkeit der Besucher schnell auf sich ziehen möchte, setzt auf die Farbe Rot. Sie ist eine Signalfarbe und fällt direkt auf. Daher werden auch Stopp- oder Warnschilder oftmals in Rot gestaltet. Die Farbe Rot steht außerdem für Energie, Liebe und Leidenschaft, kann aber im Negativen auch für Aggression stehen. Bei Rot sollte man auf jeden Fall nach dem Prinzip „weniger ist mehr“ agieren und eher nur Akzente setzen. Besonders erfolgreich zeigt das die bekannte Video-Plattform YouTube, die auch gerne für Video-Marketing genutzt wird. Auf der Website sind die wichtigsten Elemente in rote Farbe getaucht, darunter das Logo und das Icon der Startseite. Außerdem werden Benachrichtigungen mit roten Zahlen über der Glocke markiert. Das Auge findet die kleinen Symbole auf dem weißen Hintergrund schnell, da sie rot sind. Wer eine energetisierende Farbe einsetzen möchte, die etwas weniger herausstricht, der setzt auf Orange oder Gelb. Die Farben werden als positiv und sonnig wahrgenommen, sind jedoch ebenfalls auffällig.

Das klassische Design: Schwarz und Weiß

Natürlich muss es nicht immer Farbe sein. Viele Websites fahren auch besonders gut mit einem farblosen Design, das sich nur durch Schwarz, Weiß und Grau auszeichnet. Dies ist besonders empfehlenswert, wenn andere Farben durch Fotos oder Videos auf der Website vorkommen. Die Plattform Flickr zeigt dies besonders gut. Das Fotografieportal möchte die Bilder der User für sich sprechen lassen und nicht mit den eigenen Farben der Website ablenken. Daher kommt das Design der Plattform nur mit Grautönen und weißer Schrift aus. Das Ergebnis wirkt klassisch. Und schließlich machen die schönen Fotos das gesamte Design der Plattform aus.

Die Farbgebung einer Website ist alles andere als einfach. Wer sich unsicher ist, welche Botschaft man mit den unterschiedlichen Tönen aussenden möchte, sollte hierfür immer einen Webdesigner oder eine Werbeagentur zur Rate ziehen. Dieser hat bereits Erfahrungen gesammelt und weiß, was das Auge des Kunden anspricht.

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